Landkreis 29.11.2018 Von Die Harke

„Wolfsfreie Gebiete erreichen“

CDU-Abgeordnete Beermann und Dr. Schmaedeke zum Thema „Wolf“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann informiert über das von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einstimmig beschlossene Positionspapier zum Thema „Wolf“. Er schreibt: „Der Wolf ist ein Raubtier. Er dringt in Deutschland jedes Jahr weiter vor. Schäfer, Landwirte und Pferdehalter haben Angst um ihre Tiere. In Europa gibt es schätzungsweise bereits 20000 Tiere.“ Zunächst fordere die Fraktion eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland, sagt Beermann: „Bereits heute können wir von einer gesamteuropäischen Population sprechen, welche als erhaltungsfähig anzusehen ist. Es ist nicht hinnehmbar, dass das Bundesumweltministerium immer noch auf strengen Schutzmaßnahmen beharrt.“ Das Positionspapier sieht vor, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu senken. Außerdem seien Änderungen im deutschen Naturschutzrecht erforderlich. „Anstatt nur verhaltensauffällige Wölfe erlegen zu dürfen, brauchen wir deutschlandweit klar definierte Bestandsgrenzen“, so Beermann. Genauer unterschieden werden solle laut dem Positionspapier künftig zwischen Wolfsschutzgebieten und Wolfsmanagementgebieten. „Insbesondere bei uns im Landkreis Nienburg sehen wir vermehrt Nutztierrisse, zum Teil in unmittelbarer Nähe von besiedelten Gebieten. Hier muss es klare Grenzen geben, welche der Wolf nicht überschreiten darf. Durch Erlegung oder Vergrämung sollen so langfristig wolfsfreie Gebiete entstehen.“

„Ich begrüße die Bundes-Initiative ausdrücklich“, so äußert sich auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmaedeke. „Die Menschen vor Ort erwarten zu recht, dass sich auch der Bund entsprechend engagiert und positioniert, wofür wir hier seit Monaten intensiv arbeiten, nämlich Verständnis und Unterstützung durch eindeutige Gesetze und klare rechtliche Regelungen, vor allem für die Betroffenen“. Schmädeke verweist auf die Risse des Rodewalder Rudels: „Dieses Rudel stellt eine Gefahr dar.

Politik muss jetzt endlich auf allen Ebenen konsequent handeln. Die Bemühungen des niedersächsischen Umweltministeriums alleine genügen nicht, und es ist den Weidetierhaltern und Familien in den betroffenen Gebieten auch nicht mehr zu erklären, dass wir die Wölfe mit einem Lappzaun von weiteren Rissen abhalten können. Kürzlich gab es nachts schon wieder einen Übergriff, bei dem ein Kalb in der Nähe der Steimbker Kuhlen einem Riss zum Opfer gefallen ist.“

Die CDU/CSU-Bundestgafsfraktion unterstützte die Forderungen der Weidetierhalter nach umfassender staatlicher Hilfe bei der Prävention von Angriffen durch Schutzmaßnahmen, so Beermann , „und auch für den Schadensfall müssen wir daher bundeseinheitliche Entschädigungsegeln festlegen.“

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Erstellt:
29. November 2018, 21:00 Uhr
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