Holger Lachnit

Holger Lachnit

23.08.2015 Von Holger Lachnit

Wühlmäuse als Apfelbaum-Tod

Wer auf das Gelände der Raiffeisen Agil im Oehmer Feld in Leese fährt, der wurde in den vergangenen Jahren von prachtvollen Apfelplantagen begrüßt. In diesem Jahr bietet sich dort jedoch ein trostloses Bild: Rodungsfläche statt Apfelpracht. Grund dafür ist Wühlmausbefall: „Bei uns in den Apfelanlagen haben die Wühlmäuse extrem vermehrt und an den Wurzeln der Bäume gefressen. Zuerst sind die Schäden nicht sichtbar, auch beim Baumschnitt ist der Schaden noch nicht aufgefallen. Erst als die Bäume mit dem Austrieb begannen, ging ihnen buchstäblich der Saft aus. Die Blätter und Blüten blieben stecken und entwickelten sich nicht weiter, da der Baum keine Nährstoffe und Wasser mehr aufnehmen konnte. Die Bäume sind dann in großer Zahl abgestorben und mussten gerodet werden. Einige wenige der geschädigten Bäume konnten neue Wurzeln bilden und haben sich sehr schwach weiterentwickelt“, berichtet der verantwortliche Gärtner Ralf Eickhoff.

Da es sich um eine Bio-Plantage handele, könne kein Mäusegift eingesetzt werden: „Daher bleibt uns nur das Fangen mit Fallen sowie das ständige Kurzhalten des Grases, um es den natürlichen Feinden wie Fuchs, Bussard, Turmfalke und anderen Fressfeinden zu ermöglichen, die begehrte Beute zu erspähen und zu fangen“, schildert Eickhoff weiter. Er berichtet, dass ab dem Herbst wieder neue Bäume gepflanzt werden: „Bei einer Fläche von rund einem Hektar braucht das aber seine Zeit.“

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Erstellt:
23. August 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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