Einrichtungsleiter Roland Rinaldo (links) begrüßte die Gäste in der „Herberge zur Heimat“. Kirchengemeinden

Einrichtungsleiter Roland Rinaldo (links) begrüßte die Gäste in der „Herberge zur Heimat“. Kirchengemeinden

Nienburg 04.04.2019 Von Die Harke

Würdevolle Unterkunft ist das Ziel

„Männerfrühstück“ war zu Besuch bei der Nienburger „Herberge zur Heimat“

Das gemeinsame „Männerfrühstück“ der Kirchengemeinden Erichshagen und Holtorf besuchte jüngst die Nienburger „Herberge zur Heimat“. Der Leiter der Einrichtung, Roland Rinaldo, begrüßte die Gäste. Seine Vermutung, dass zwar viele der Männer das Gebäude in der Nähe des Nienburger Bahnhofs von außen kennen würden, aber kaum einmal von innen gesehen hätten, habe sich bestätigt. Nach einem gemeinsamen Frühstück berichtete Roland Rinaldo aus der Geschichte der vom Verein „Herberge zur Heimat“ betriebenen Einrichtung für wohnungslose Menschen. Zunächst gegründet als Einrichtung für wohnungslose Männer können seit einigen Jahren auch Frauen Aufnahme finden, die ebenso von Wohnungslosigkeit betroffen sein können. Die versammelte Männerrunde zeigte sich sehr beeindruckt von den Ausführungen Rinaldos: „Zu jedem Menschen, der hier um Aufnahme sucht, gehört eine ganz individuelle Geschichte, zu der meist eine ganze Reihe von Problemen gehören können.“

Der Ansatz sei, den Menschen in der Einrichtung eine würdevolle Unterkunft zu bieten. So habe sich der Herbergsverein vor einigen Jahren dazu entschlossen, die Mehrbettzimmer in kleine Einzelzimmer umzubauen und zusätzlich einige einfache Einzimmerpartments anzubauen. Im Haus besteht die Möglichkeit, die Wäsche zu waschen und gut erhaltene gebrauchte Kleidungsstücke aus einer kleinen Kleiderkammer zu bekommen.

Für die versammelte Männerrunde gab es anschließend die Möglichkeit, eines dieser Apartments anzusehen. „Bis zu 29 Personen können im Haus Aufnahme finden“, erklärte Rinaldo. „Wobei wir zusätzlich – wenn gewünscht – über die reine Beherbergung mit Essen auch Gespräche und weitere Perspektiven anbieten.“ Dazu gehöre etwa eine Wohngruppe im Obergeschoss, in der bisher wohnungslos lebende Menschen wieder erste selbstverantwortliche Schritte in einer eigenen Wohnung gehen können mit dem Ziel, in Nienburg eine eigene Wohnung beziehen zu können.

Rinaldo verschwieg nicht, dass die Wohnungssituation in Nienburg derzeit sehr schwierig sei. Am Ende des eindrücklichen Vormittags dankte Pastor Andreas Iber Roland Rinaldo für die Möglichkeit, die Einrichtung besuchen zu können. Am Ende beschloss die versammelte Männerrunde, das nächste Männerfrühstück am 2. November ebenfalls unter dem Thema „Wohnungslosigkeit“ zu gestalten und dazu erneut Roland Rinaldo vom Herbergsverein und zusätzlich Matthias Mente von der Nienburger Beratungsstelle „Wohnwege“ einzuladen.

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Erstellt:
4. April 2019, 09:17 Uhr
Lesedauer:
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