Arne Hildebrandt DH

Arne Hildebrandt DH

Nienburg 06.11.2016 Von Arne Hildebrandt

Wutanfall im Auto

„Es gibt Autos, in die kann man reinhören. oder reinsprechen.“ Das hat der IT-Sicherheitsexperte Tobias Schrödel beim jüngsten Sparkassenforum in Nienburg erklärt. Bluetooth macht es möglich, eine Datenübertragung per Funk. Aber erst einmal muss das Auto gehackt werden. Auf humorvolle Art deckte er Sicherheitslücken bei Smartphones, Computern und in E-Mails auf. „Bei 210 auf der Autobahn kann man dann schön dem Vordermann sagen, in 50 Metern rechts fahren“, sagte er schmunzelnd. Am liebsten hätte ich nach dem Vortrag selbst ein Auto gehackt und zum Fahrer gesprochen. Denn auf dem Nachhauseweg von Schrödels Vortrag hatte ich eine unliebsame Begegnung.

Auf dem Berliner Ring stoppte plötzlich mein Vordermann, kurbelte die Scheibe runter und gestikulierte wild. Ich dachte, der will sich entschuldigen, weil er auf einmal bremste. Doch es kam anders.Wir bogen beide in den Nordertorstriftweg ein und mussten vor der Ampel der zweispurigen Real-Kreuzung halten. Er links, ich rechts. Denn wer so fährt, dem geht man lieber aus dem Weg. Plötzlich hörte ich ein Gebrüll aus dem Auto meines Nebenmannes. Ich sah rüber, kurbelte die Scheibe runter, da schrie er: „Abstand halten, 25 Meter bei Tempo 50, du Arschloch!“ Ziemlich irritiert kurbelte ich die Scheibe wieder hoch. Merkwürdig nur, dass ich trotz seines abrupten Bremsmanövers nicht mal in die Eisen gehen musste. Wo also lag das Problem?. Darüber hätten wir über Bluetooth reden können. Doch unsere Wege trennten sich, und zum Hacken fehlte mir Tobias Schrödel.

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Erstellt:
6. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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