Tim Hauschildt mit den neuen 10-Euro-Scheinen

Tim Hauschildt mit den neuen 10-Euro-Scheinen

28.09.2014

„X“ und „W“ sind aus Deutschland

Neuer Zehn-Euro-Schein: Jetzt werden in Stadt und Kreis die Geldautomaten bestückt

Von Edda Hagebölling

Nienburg. Steht ein „X“ vor der Seriennummer oder ein „W“ wurde der neue Zehn-Euro-Schein in Deutschland gedruckt. Die Geldnoten, die Tim Hauschildt am Mittwoch präsentierte, enthielten ein „E“. Sie stammen demnach aus Frankreich. Ihren Probelauf in Nienburg bestanden haben sie trotzdem. Tim Hauschildt ist bei der Volksbank in Nienburg mit ihren 18 Geschäftsstellen verantwortlich für die Einführung des neuen Zehn-Euro-Scheins. Am Dienstagmorgen hat er die sogenannte Erstausstattung bei der Filiale der Deutschen Bundesbank in Hannover abgeholt.

„Mit diesen Scheinen testen wir erst einmal, ob unsere eigenen Automaten und Zählmaschinen die neuen Banknoten erkennen“, berichtet der Teamleiter Zentrale Logistik im Treffen mit der Harke am Sonntag.

Und erinnert sich noch gut an die Einführung der Fünf-Euro-Scheine im Mai vergangenen Jahres. Weil es seinerzeit vereinzelt mit den Updates der Software Probleme gab, kam es vor, dass die Automaten die neuen Fünfer nicht anerkannten. Das dürfte dieses Mal anders sein.

„Die Software-Firmen hatten zum einen mehr Zeit, zum anderen haben sie aus der Einführung des Fünf-Euro-Scheins gelernt“, so Hauschildt. Bei der Volksbank in Nienburg hat alles reibungslos geklappt mit dem neuen Zehner.

Der Logistik-Chef plant darum, die Geldautomaten, die in seinem Verantwortungsbereich liegen, innerhalb der kommenden zwei Wochen mit den neuen Zehnern bestücken zu lassen. Ferner geht er davon aus, dass die alten Zehn-Euro-Scheine spätestens zum Jahresende verschwunden sein werden.

Der neue Zehner ist fälschungssicherer und haltbarer. Auf den ersten Blick unterscheidet er sich kaum vom alten. Allerdings sind an beiden Seiten silbrige Streifen aufgedruckt, und die Ziffer schimmert – genau wie vom Fünf-Euro-Schein – je nach Lichteinfall grün oder blau.

Dass nach und nach alle Euro-Scheine erneuert werden, steht bereits fest. Und auch, dass als nächster der 20er dran sein wird. Allerdings wahrscheinlich erst in zwei Jahren. „Nicht zuletzt wegen des hohen logistischen und finanziellen Aufwandes, den die Einführung einer neuen Banknote mit sich bringt“, so Tim Hauschildt.

Den Euro gibt es seit 2002. Die geringste Lebensdauer haben der Fünfer, der Zehner und der 20er und damit die Scheine, die am häufigsten verwendet werden. Sie werden von den Banken in der Regel bereits nach ein, zwei Jahren wieder eingezogen. Zum einen, weil sie dann unansehnlich sind und damit in der Öffentlichkeit einen schlechten Eindruck hinterlassen. Zum anderen laut Hauschildt aber auch, weil die eingebauten Sicherheitsmerkmale mit der Zeit leiden. Erkenntnisse darüber, wie alt die neuen Fünf- und Zehn-Euro-Scheine werden können, gibt es – verständlicherweise – noch nicht.

Abschließend weist der Teamleiter Logistik darauf hin, dass Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern sehr „bargeldlastig“ ist. Bargeld- und Kartenzahlung halten sich mit 50 Prozent die Waage.

„In Schweden werden dagegen mittlerweile 70 Prozent aller Geldgeschäfte per Kartenzahlung erledigt“, so Tim Hauschildt.

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Erstellt:
28. September 2014, 00:00 Uhr
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