Etwa 30 Zentimeter hoch stand das Wasser in der Nordstraße und überflutete den Gehweg. Foto: Habermann

Etwa 30 Zentimeter hoch stand das Wasser in der Nordstraße und überflutete den Gehweg. Foto: Habermann

Landesbergen 06.06.2021 Von Jan Habermann

Zahlreiche Keller unter Wasser

Starkregen-Einsätze auch in der Samtgemeinde Mittelweser

Mehrere Unwetter sind am Samstagnachmittag und -abend über Teile der Samtgemeinde Mittelweser hinweggezogen.

Der heftige Starkregen sorgte für zahlreiche vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Besonders betroffen waren die Ortschaften Landesbergen und Stolzenau.

In Landesbergen gingen die ersten Notrufe gegen 15 Uhr bei der Leitstelle in Stadthagen ein. Die Kanalisation konnte die innerhalb kürzester Zeit gefallenen Mengen an Wasser nicht mehr aufnehmen. Dadurch drückte das Wasser durch Kellerabflüsse in zahlreiche Gebäude, teilweise bis zu 40 Zentimeter hoch.

Ein Wassersauger kam in der Feldstraße zum Einsatz. Foto: Habermann

Ein Wassersauger kam in der Feldstraße zum Einsatz. Foto: Habermann

Die Einsatzkräfte, die unter der Einsatzleitung von Ortsbrandmeister Lars Engelke ausrückten, begannen an verschiedenen Einsatzorten mit den Pumparbeiten. Parallel wurde eine ausgiebige Erkundung im gesamten Ortsbereich durchgeführt. Immer mehr Einsatzstellen kamen hinzu. Zur Unterstützung wurden dann die Feuerwehren Brokeloh und Leeseringen mit Tauchpumpen und Wassersaugern hinzugezogen.

Mehrere Stunden vergingen, bis nach und nach alle Einsätze abgearbeitet werden konnten. Gegen 20 Uhr waren die letzten Fahrzeuge zurück an ihren Standorten. Gerade als sich die Lage in Landesbergen beruhigt hatte, kam es zu einem weiteren Starkregenereignis, diesmal in Stolzenau. Auch hier war die Kanalisation mit den Regenmassen überfordert, was wiederum zu zahlreichen überfluteten Kellern führte.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Landesbergen vor einem Gebäude im Vagesweg – die Abpumparbeiten laufen. Foto: Habermann

Einsatzkräfte der Feuerwehr Landesbergen vor einem Gebäude im Vagesweg – die Abpumparbeiten laufen. Foto: Habermann

Die Feuerwehren Hibben, Holzhausen und Stolzenau wurden alarmiert und rückten mit mehreren Pumpen an. Um die Leitstelle zu entlasten, wurden die Einsätze in Stolzenau durch die Einsatzleitung Ort koordiniert. Einsatzende war hier gegen Mitternacht.

Wetterbedingte Einsätze gab es zudem in Leese und Husum zu verzeichnen. Insgesamt wurden von den Feuerwehren der SG Mittelweser 27 Einsätze, davon 16 in Landesbergen, 9 in Stolzenau und je einer in Husum und Leese, in etwa neun Stunden abgearbeitet.

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Erstellt:
6. Juni 2021, 13:55 Uhr
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Dieter Bückmann 06.06.202115:56 Uhr

Da hat die "globale Erwärmung" aber wieder mal bewiesen, wie gefährlich das Ansteigen der Temperatur, um 1 - 1,5 Grad, sein kann.

Sollte das nun der vorhergesagte "Dürresommer" sein?


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