Im Herbst ist die Unfallgefahr mit Wildtieren überdurchschnittlich hoch. Foto: U. J. Alexander - stock.adobe.com

Im Herbst ist die Unfallgefahr mit Wildtieren überdurchschnittlich hoch. Foto: U. J. Alexander - stock.adobe.com

Landkreis 29.10.2020 Von Holger Lachnit

Zeitumstellung: Gefahr fürs Wild

Die Umstellung auf die Winterzeit bringt Wildtiere in Gefahr: Pendler sind dann wieder verstärkt in der Dämmerung unterwegs. In dieser Zeit sind viele Wildtiere auf Futtersuche. Im Herbst ist die Unfallgefahr überdurchschnittlich hoch – besonders zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Hauptsächlich betroffen: Rehe und Wildschweine. Zu diesen Ergebnissen kommt der Deutsche Jagdverband (DJV).

Wissenschaftler haben nach Angaben des DJV hierfür über 21.600 Datensätze des Tierfund-Katasters für den Zeitraum September 2018 bis August 2020 ausgewertet. Straßen durch den Wald und Strecken entlang von Wäldern und unübersichtlichen Feldrändern sind besonders unfallträchtig. Strecke mit potenzieller Wildunfall-Gefahr erkennt man in einigen Bereichen des Landkreises an dort von Jägern postierten Dreibeinen, die auf geschehene Unfalle hinweisen.

Der DJV empfiehlt: Stehen Tiere am Straßenrand, Fernlicht ausschalten, hupen und bremsen. Dabei auf weitere Tiere achten. Rehe, Wildschweine oder Hirsche seien im Winterhalbjahr selten allein unterwegs. Sei ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt: Lenkrad festhalten und unkontrollierte Ausweichmanöver vermeiden.

Nach einem Zusammenstoß müsse zunächst die Unfallstelle abgesichert werden: Warnblinker einschalten – zuerst Warnweste anziehen und dann Warndreieck aufstellen. Anschließend die Polizei kontaktieren. Tote und verletzte Tiere nicht anfassen. Auch wenn das Tier geflüchtet ist, sollte der Unfall gemeldet werden – schon aus Gründen des Tier- und Versicherungsschutzes.

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Erstellt:
29. Oktober 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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