Nikias Schmidetzki DH

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Guten Tag 19.06.2017 Von Nikias Schmidetzki

Zerstörung gegen Engagement

Guten Tag

Chillen, Abhängen, Ausruhen – nennen wir es, wie auch immer. Auf gesponserten Liegestühlen sollte es auf jeden Fall an drei Stellen in der Nienburger Innenstadt möglich sein. Den Sommer über bis September sollten sie am Ufer der Weser und des Meerbachs stehen. Das kam an. Von Beginn an waren besonders die Sitz- und Liegegelegenheiten am Weserwall gut besucht – leider auch von einigen ungebetenen Gästen. Nun sind sieben der insgesamt 40 Stühle kaputt. Gegen Diebstahl waren die Stühle gesichert. Kettenschlösser verhinderten, dass die Liegen einfach weggenommen werden konnten. Gegen Vandalismus hingegen gibt es kaum ein Mittel, außer sie stets abends abzuholen und am Morgen wieder aufzustellen. Und selbst das ist keine Garantie. So haben Unbekannte noch bevor die Stühle auch nur ein ganzes Wochenende standen, zugeschlagen – oder besser: zugestochen. War so etwas zu befürchten? Vielleicht. Leider.

Offen bleibt neben der Frage, wer sich an den Stühlen zu schaffen gemacht hat, auch: Warum? Was treibt Menschen dazu, fremdes Eigentum zu zerstören? Noch dazu, wenn alle von den heilen Liegestühlen profitieren können. Es engagieren sich Unternehmen, geben Geld für die Anschaffung und die viel geforderte Attraktivitätssteigerung der Stadt. Verständlich wäre es, wenn potenzielle Förderer zukünftig aus diesem Grund von ähnlichen Unterstützungen absehen. Wäre schade drum.

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Erstellt:
19. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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