18.11.2012

Ziel von Künstlern und Intellektuellen

Geschichte: Nutzung, Förderung und Finanzierung des Studienhauses sind zu klären

Auf dem Hammerberg in Uchte steht ein Kleinod. Doch nach privaten Nutzungen mit unsachgemäßen Aus- und Umbauten sowie einem Brand im Dachgeschoss den Folgen des massiven Löschwassereinsatzes steht man vor der Frage, ob es für das Studienhaus eine Zukunft geben oder es abgerissen wird. Derzeit stehen die Zeichen gut für den Erhalt des Gebäudes, das in seinen Glanzzeiten Künstler und Intellektuelle aus dem gesamten Umland nach Uchte brachte. Uchte (hm/DH). Nach der im September erfolgten Besichtigung des Uchter Studienhauses durch die Heimatvereine im Südkreis hatte die Uchter Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümerin des Gebäudes zu einem offenen Gedankenaustausch eingeladen. Die Resonanz auf diese Einladung war überaus erfreulich.

Vertreter des Ortsrates, Mitglieder des Wobau-Aufsichtsrates, des Bürger- und Kulturvereins, der Kirchen und Schulen sowie örtlicher Vereine waren dieser Einladung gefolgt. Eingangs informierte der Wobau-Geschäftsführer Rainer Engelking mit einer Powerpoint-Präsentation mit Fotos aus früheren Jahrzehnten über die Geschichte des Uchter Studienhauses.

Anschließend gab es unter den Teilnehmern über die Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sowie die Gebäudesanierung einen sehr regen Gedankenaustausch.

Als Resumee der Veranstaltung wurde von allen Beteiligten betont, dass dieses Kulturerbe unbedingt erhaltenswert ist. Daher wurde aus der Versammlung heraus der Wunsch an die Uchter Verwaltung gerichtet, sich um die Nutzungs- und Förder- beziehungsweise Finanzierungsmöglichkeiten zu kümmern.

Ebenso wurde großer Wert auf die künftige Einbeziehung der Öffentlichkeit gelegt und beschlossen, einen „ Freundes-und Förderkreis Studienhaus Hammerberg“ ins Leben zu rufen.

Bei der anschließenden Besichtigung des Hauses informierte vor allem der Uchter Albert Zillmer, der nach dem Krieg mehrere Jahre für die Familie Meyer-Kiel die gärtnerischen Anlagen pflegte, als letzter lebender Zeitzeuge über das rege Leben im Studienhaus in den 50er und 60er Jahren.

Die Vorbereitungen für die Gründung des Fördervereins laufen zurzeit – dazu wird die Uchter Wohnungsbaugesellschaft in Kürze die Bevölkerung von Uchte und der näheren und weiteren Umgebung zu einem „Tag der offenen Tür“ einladen.

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Erstellt:
18. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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