David Sarkar DH

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Nienburg 15.11.2016 Von David Sarkar

Zu Besuch im Hause Schmidt

Nach dem Ende seiner Kanzlerschaft im Oktober 1982 und dem Ausscheiden aus dem Bundestag im September 1986 war für Helmut Schmidt in der Politik zwar Schluss, doch zur Ruhe setzte sich der Hanseate bis zu seinem Tod vor einem Jahr nie so richtig. Er schrieb Bücher und reiste als gefragter Vortragsredner um die Welt. 2001 führte ihn sein Weg auch in den Landkreis Nienburg, in die Evangelische Akademie nach Loccum. Dort referierte er auf einer Tagung zum Thema Globalisierung und warnte vor der Überbevölkerung der Welt. Da wäre ich gerne dabei gewesen, hätte ihm gerne beim Reden zugehört, doch damals war ich noch Schüler in Hamburg, der geliebten Heimatstadt des Altkanzlers.

Bis zu seinem Tod am 10. November 2015 lebte er dort im Stadtteil Langenhorn, auch nach dem Tod seiner geliebten Frau „Loki“ im Jahr 2010. Jeder Hamburger weiß bis heute, wo das Haus steht. Schmidt machte daraus nie ein Geheimnis. Doch von innen dürften es bisher nur die Wenigsten gesehen haben. Das ändert sich jetzt. Seit dem 10. November, dem ersten Todestag Schmidts, bietet die Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung auf ihrer Homepage 360-Grad-Panorama-Einblicke in das Haus.

Jetzt können die Besucher, untermalt von virtuellem Vogelgezwitscher, durch den großen Garten streifen, einen Blick in das Arbeitszimmer, die Galerie und auch den Wohnbereich des Hauses werfen. Die Animation ist liebevoll gestaltet, auf dem Streifzug werden einem die unzähligen Kunstwerke an den Wänden erläutert, dazu gibt es zahlreiche Infos über das Leben des berühmten Paares.

Eine faszinierende Sache und ein Muss für jeden Schmidt-Fan.

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Erstellt:
15. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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