Nikias Schmidetzki DH

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Landkreis 17.12.2018 Von Nikias Schmidetzki

Zu früh gefreut – wenigstens etwas

Guten Tag

Redakteure sollten nicht rechnen. Das ist zwar nichts, was sie während des Volontariats oder während einiger Kurse bei Fortbildungen lernen. Das ist einfach ein ungeschriebenes aber goldenes Gesetz und vor allem gut gemeinter Rat. Hin und wieder ist es aber doch nötig. Und manchmal versucht es dann doch einer zur Veranschaulichung – und wird direkt dabei erwischt. So wie neulich, als es um die Gebühren für die Straßenreinigung ging. Dabei war die Rechnung selbst gar nicht verkehrt. Das Ergebnis stimmte. Bloß: Es hätte gar nichts mehr summiert werden müssen. Das hatte die Verwaltung der Stadt Nienburg nämlich bereits netterweise getan. Es ging um die „Gebührenvorauskalkulation“ für den Zeitraum 2019/2020. Pro Meter fällt künftig 1,04 Euro an statt wie bisher 1,20 Euro – das dürfte der Rat der Stadt Nienburg heute Abend entscheiden. Und bei eben diesem Betrag handelt es sich um eine Jahresgebühr. Keineswegs muss dieser Betrag also noch – wie nach der Bauausschusssitzung vor einiger Zeit mutig getan – auf die Menge der Leerungen im Jahr hochgerechnet werden.

Leider muss daher der für das Beispiel herangezogene (fiktive) Grundstückseigentümer in der Stadt Nienburg künftig im Jahr nicht 104 Euro weniger für angenommene 25 Meter Grundstück an der Straße bei einer zweiwöchentlichen Leerung zahlen. Das hätte beim Gedanken an bisher fällige Gebühren auffallen können. Ist es aber nicht. Pro Jahr liegt die Ersparnis in unserem Beispiel stattdessen nur bei vier Euro. Aber was heißt eigentlich „nur“? Das sind vier Tafeln Schokolade aus dem Angebot, ein Kilogramm Bio-Äpfel oder – mit Glück – drei Liter Benzin. Oder rechnen Sie das hoch auf 26 Jahre...

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Erstellt:
17. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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