Arne Hildebrandt DH

Arne Hildebrandt DH

Landkreis 03.09.2019 Von Arne Hildebrandt

Zu viel Müll im Kleidercontainer

Guten Tag

„Alte Kleider für neue Klassenräume“, so heißt eine Initiative der Pro-Bildung GbR. Ihr Geschäftsführer Kurt Rotermund aus Rodewald ist sauer, denn die Altkleidersammlung steht kurz vor dem Kollaps. „70 Prozent des Inhaltes sind inzwischen Müll, klagt Rotermund. „Die ersten privaten Entsorger räumen bereits ihre Sammelcontainer für Altkleider ab“, sagt er.

„Wegen der extremen Niedrigpreise für Textilien aus Fernost und deren zum großen Teil nicht wieder verwertbaren schlechten Qualität sowie die Überflutung des Marktes durch Discounter ist eine Altkleider-Entsorgung und deren Recycling sehr kostenaufwendig geworden und lässt sich betriebswirtschaftlich kaum mehr tragen“, berichtet Rotermund.

„Das hat den Verkaufspreis auf den Tiefstpreis von 0,22 Cent fallen lassen. Hier muss nun noch einmal die Fracht abgezogen werden – je Kilogramm acht bis zwölf Cent. Einige Verwerter geben nur noch 0,08 Cent je Kilogramm. Das heißt nicht, dass die Verwerter mehr verdienen, sondern sie müssen durch den hohen nicht verwertbaren Anteil in den Sammlungen und der explodierenden Menge mehr Personal einstellen bei geringem Gewinn.“

Rotermund bittet, nur noch wirklich tragbare Textilien in den Containern zu entsorgen. „Das heißt keine Arbeitsuniformen, die verdreckt sind, Schuhe, die kaputt und verschmutzt sind, Restmüll, Spielzeuge, eben alles was keine tragbaren Textilien sind. Diese Dinge gehören direkt in den Restmüll.

Wir müssen für den abgelieferten Restmüll bei der Abfallwirtschaft eine Gebühr bezahlen, aber vorab noch eine Standmiete beim Landkreis je Container entrichten. Hier verdient niemand mehr an Alttextilien, es muss aber eine sinnvolle nachhaltige Recycling-Arbeit möglich sein.“

Zum Artikel

Erstellt:
3. September 2019, 06:26 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.