Arne Hildebrandt DH

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Kolumne 30.01.2018 Von Arne Hildebrandt

Zu viele Streunerkatzen

63453. So bezeichnet Steimbkes Samtgemeindebürgermeister [DATENBANK=232]Knut Hallmann[/DATENBANK] die Kastrations-, Kennzeichungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen. Er sieht sie positiv, und das ist sie auch. Denn sie soll das Tierleid beenden. „Wir wollen niemanden kriminalisieren“, sagt Hallmann. Zwar werden Geldbußen von 5.000 Euro angedroht, wer dagegen verstößt. Doch wer soll und wird es kontrollieren? Es geht in erster Linie darum, die Streunerkatzenpopulation einzudämmen. Streunerkatzen übertragen Krankheiten, die auch auf den Menschen übertragen werden können. Freilaufende Hauskatzen tragen dazu bei, dass sich Streunerkatzen vermehren. Die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ist deshalb sinnvoll, auch wenn sie mit Kosten verbunden ist: 85 Euro für Kater, 140 Euro für weibliche Katzen. Die Gemeinde gewährt jedoch einen Zuschuss von 25 Euro.

Andere Kommunen im Kreis warten erst einmal ab – selbst in der Samtgemeinde Steimbke. Der Tierschutzverein „Vier Pfoten“ strebt eine bundesweite Kastrationspflicht an. Auch Hallmann spricht sich dafür aus. Immerhin leben in Deutschland rund zwei Millionen Streunerkatzen. Sie leiden Hunger, sind meistens krank. Geburtenkontrolle ist notwendig. Nur mit einer Kastrationspflicht sind Tierschutzvereine auf der sicheren Seite. Vereinen wie „Glückskatzen“ und „Vier Pfoten“ ist es zu verdanken, dass das Thema an die Öffentlichkeit gerät.

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Erstellt:
30. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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