Das Jahr 2020 war zu warm und zu regnerisch, zudem gab es zu wenig Sonnenschein. Foto: sinhyu - stock.adobe.com

Das Jahr 2020 war zu warm und zu regnerisch, zudem gab es zu wenig Sonnenschein. Foto: sinhyu - stock.adobe.com

Nienburg 11.01.2021 Von Holger Lachnit

Zu warm und zu regnerisch

Der Nienburger Stephan Hochstrate hat auf seinem Grundstück im Nordertor eine Wetterstation aufgebaut. Jetzt hat der Hobby-Meteorologe die Daten des vergangenen Jahres zusammengefasst. Sein Jahresrückblick für 2020 lautet wie folgt: „Insgesamt gesehen war das Jahr 2020 zu warm, zu regnerisch, und es gab deutlich zu wenig Sonnenschein.“

Die Jahresdurchschnittstemperatur 1,79 Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnittsmittel für Nienburg gelegen. Der heißeste Tag des Jahres wurde am 8. August mit 36,3°C registriert, und insgesamt habe Nienburg vier Tropennächte zu verzeichnen. Als Tropennacht bezeichnen Meteorologen eine Nacht, in der die Temperatur zwischen 18 und 6 Uhr stets über 20 Grad betragen hat.

Der langjährige Jahresdurchschnitt in Bezug auf die Niederschläge habe laut Stephan Hochstrate jedoch entgegen dem erwarteten Trent mit plus 28,6 Litern pro Quadratmeter im positiven Sinne auf sich aufmerksam gemacht. Am 26. September fielen an einem Tag 32,9 Litern pro Quadratmeter fast doppelt so viel wie im gesamten April (17,6).

Der Monat Februar sei bisher unübertroffen: Es fielen sage und schreibe 150,8 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und damit knapp 20 Prozent des gesamten Jahresdurchschnitts.

Mit gut 20 Prozent weniger Sonnenscheinzeit als im üblichen Jahresdurchschnitt, nämlich nur 1071 Stunden, sei Nienburg im Jahr 2020 zu deutlich zu wenig den Sonnengenuss gekommen. Hoffen wir, dass wir in diesem Jahr von extremen Wetterlagen verschont bleiben.

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Erstellt:
11. Januar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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