Manon Garms DH

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Kolumnen 05.04.2017 Von Manon Garms

Zu wenig Kandidatinnen

Zum ersten Mal wird im Mai in Nienburg ein Jugendrat gewählt. Zehn Kandidaten gibt es bereits. Was den zuständigen [DATENBANK=2670]Stadtverwaltungsmitarbeiter Sebastian Meyer[/DATENBANK] ein wenig betrübt, ist die Tatsache, dass von den zehn Kandidaten nur zwei Mädchen sind. Die Frage, woran das liegt, konnte im letzten Treffen des Arbeitsforums Jugendpolitik niemand so wirklich beantworten. Viele Mädchen seien in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Kirche, engagiert, und hätten einfach keine Zeit, sich auch noch politisch einzubringen, mutmaßte Emma Wiedenmeier. „Viele Mädchen denken, dass der Jugendrat eine gute Idee ist. Aber es ist nichts für sie persönlich“, wusste Niklas Schatte zu berichten, der selbst für den Jugendrat kandidiert.

Für Gelächter sorgte Djamila Huneke, die darauf hinwies, dass Jungs doch einfach mehr Zeit hätten, weil sie bei ihren Eltern zu Hause nicht so viel helfen müssten wie die Mädchen.

An diesem Punkt stellte sich sicher aber auch so mancher insgeheim die Frage, ob das eine subjektive Wahrnehmung ist oder ob bei vielen Familien tatsächlich noch immer die Regel gilt, dass die Mädchen gefälligst im Haushalt zu helfen haben, die Jungs aber nicht. Ganz offen wurde über die Frage nach einer Frauenquote für den Jugendrat diskutiert.

„Wir wollten mit einer Frauenquote nicht den Wählerwillen beeinflussen und hatten auch die Befürchtung, dass nicht genug Mädchen kandidieren, um den Jugendrat überhaupt bilden zu können“, erklärte Dorian Spange den Verzicht auf die Quote. So bleibt also nur zu hoffen, dass sich auch noch einige Mädchen zur Kandidatur entschließen.

Die Hintergründe: 54179

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Erstellt:
5. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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