Heidi Reckleben-Meyer DH

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Kolumnen 17.09.2017 Von Heidi Reckleben-Meyer

Zufall oder eigener Erfolg?

„Glück“ – unter diesem Motto stand am vergangenen Wochenende die Nacht der Kirchen in Hamburg. Schon seltsam, aber sobald es um ein solches Thema geht, überlegt man auch schon einmal, was „Glück“ für einen selbst bedeutet. Wer den Begriff googelt, stellt fest, dass es ganz offenbar sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt. „Besonders günstiger Zufall; erfreuliche Fügung“ oder auch „Mehr Erfolg. Mehr Geld. Mehr Freunde“ taucht unter den ersten Treffern auf.

Der Begriff „Glück“ kommt übrigens von mittelniederdeutsch „gelucke/lucke“. Es bedeutete im 12. Jahrhundert „die Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Und „Glück“ ließ sich in dieser Auslegung weder mit Talent noch mit eigenem Zutun herstellen. Der Volksmund behauptete später, dass „jeder seines eigenen Glückes Schmied sei“.

Ganz nüchtern betrachtet basiert das Glücksgefühl auf der Aussendung bestimmter Botenstoffe wie Endorphine und Neurotransmittern wie Dopamin. Klingt dann aber eher nach Chemieunterricht als nach einem tollen Gefühl. Und wenn jemand sagt, er habe „nochmal Glück gehabt“, trägt er nicht selten Gipsverbände oder liegt im Krankenhaus.

Ob allerdings vierblättrige Kleeblätter, Hufeisen, Schornsteinfeger und Pfennige tatsächlich Glück bringen, lässt sich auch nicht belegen.

Das „Glück“ liegt irgendwo zwischen all diesen Definitionen. Vielleicht sollten wir es halten, wie einst Voltaire: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein!“ – Ein guter Ansatz, um in eine neue Woche zu starten.

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Erstellt:
17. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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