Sebastian Stüben DH

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Landkreis 14.06.2019 Von Sebastian Stüben

Zum Ausbau verpflichten!

Guten Tag

Wenn ich in Liebenau mein Handy nutze, dann sehe ich dort ein „E“ auf dem Display, das mir anzeigt: Das mobile Internet ist richtig lahm. Zugegeben: Ich habe einen Vertrag ohne LTE (4G) – ohne das zurzeit schnellste mobile Internet. Aber auch mit UMTS oder 3G könnte ich schnelles Internet haben, wenn es ausgebaut wäre. Aber auf dem Land ist es wie beim kabelgebundenen Internet (Stichwort: Breitbandausbau) für Mobilfunkanbieter nicht rentabel, die Netze engmaschig auszubauen. Jetzt hat der Bund die 5G-Frequenzen – noch schnelleres Internet – für über sechs Milliarden Euro versteigert an vier Mobilfunkanbieter. Von den Einnahmen will der Bund den Breitbandausbau fördern. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Kreisverwaltung und Kommunen pochen seit Beginn der Breitbanddiskussion darauf, die Anbieter dazu zu verpflichten, auch weniger lukrative ländliche Gebiete auszubauen. Dafür könnten die Lizenzen günstiger vergeben werden.

Es ist doch irre, dass diese teuer versteigert werden, sodass die Unternehmen weniger Geld für den Ausbau haben. Um dann mit dem Verkauf der Lizenzen der nächsten Generation den versäumten Ausbau von davor staatlich zu subventionieren. Zumal der Nutzer auf dem Land zunächst einmal doof dasteht, weil es erst mit – deutlicher – Verzögerung zu einem Ausbau bis zur sprichwörtlich letzten Milchkanne kommt. Wenn überhaupt.

Aber vielleicht ist das auch zu einfach gedacht. Noch muss ich jedenfalls mit einer Menge Funklöcher auf dem Weg von der Arbeit nach Hause leben.

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Erstellt:
14. Juni 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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