Sebastian Stüben DH

Sebastian Stüben DH

Landkreis 02.05.2018 Von Sebastian Stüben

Zum Glück in Liebenau

Guten Tag

Ich muss sagen: Ich bin froh, dass ich in Liebenau wohne. Nicht alles im und am Flecken ist so toll, dass ich mir keinen anderen Ort zum Leben vorstellen könnte, aber wenigstens ist dort die Breitbandversorgung gut. Ich bin kürzlich bei Bekannten in Balge gewesen, da hatte ich im häuslichen W-Lan-Netz eine Geschwindigkeit wie sonst mit der EDGE-Verbindung im mobilen Internet (kleines „E“ oben im Handy-Display). Heißt: Laaangsam.

An das Streamen der Bundesliga-Konferenz via Sky-Go (Bezahlfernseh-Angebot über mobile Endgeräte nutzen) war nicht zu denken. Serien gucken bei Amazon-Prime oder Netflix? Keine Chance. Sie bekommen ihr Heim-Internet auch nicht über Kabel aus der Erde, sondern per LTE aus der Luft. Doch auch das ist nur eine Krücke, eine lahme Krücke. Eine Alternative gibt es für sie nicht.

In der Schwarzen Heide in Wietzen sind Anwohner gerade dabei, sich einen Glasfaser-Anschluss durch den heimischen Anbieter Northern Access legen zu lassen – auf eigene (anteilige) Kosten, weil es auch dort bislang kein schnelles Internet gibt. Das Problem, dass sowohl die Anwohner in Balge als auch in der Schwarzen Heide haben: Die Ausbaupläne können solch extreme Randlagen nicht berücksichtigen – zumindest nicht mit hoher Priorität.

Und so bleibt den Internetnutzern dort kaum etwas anderes übrig, als sich entweder mit Schneckentempo-Netz abzufinden oder selbst Geld in die Hand zu nehmen, um die Situation ändern zu lassen. Ich bin froh, dass ich in Liebenau wohne. Dort lohnt sich das schnelle Angebot wegen vieler Abnehmer für die Anbieter.

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Erstellt:
2. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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