Sorgen sich um Menschen, die wegen Corona in finanzielle Not geraten: Clemens Becker und Marion Schaper vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Nienburg. Foto: Archiv Hagebölling

Sorgen sich um Menschen, die wegen Corona in finanzielle Not geraten: Clemens Becker und Marion Schaper vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Nienburg. Foto: Archiv Hagebölling

Nienburg/Stolzenau 21.03.2020 Von Die Harke

„Zunächst reicht ein formloser Brief“

Diakonisches Werk gibt Tipps für Menschen, die durch Corona in finanzielle Not geraten

Die aktuelle Pandemie bedroht nicht nur die Gesundheit. Soziale und finanzielle Probleme machen den Menschen auch weiter zu schaffen. Die Diakonischen Werke in Nienburg und Stolzenau sind weiterhin mit eingeschränktem Dienst für Fragen und Sorgen in diesen Bereichen da.

Einige Menschen geraten derzeitig in finanzielle Probleme, weil sie ihre Arbeit verlieren oder der Arbeitgeber vielleicht nicht rechtzeitig zahlt.

In diesen Fällen ist ein Antrag auf Sozialleistungen möglich. Das Diakonische Werk empfiehlt, zur Fristwahrung beim Jobcenter einen Antrag auf Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) zu stellen. Sollte der Antrag abgelehnt werden, weil man zu viel Geld hat oder in dem Fall Wohngeld beziehungsweise Kinderzuschlag infrage kämen, kann man die entsprechenden Anträge auch noch nachträglich stellen, ohne Geld zu verlieren.

Zur Fristwahrung reicht ein formloser Brief („Hiermit beantrage ich Arbeitslosengeld II, weil mein Einkommen nicht zur Deckung meines Lebensbedarfes reicht“). Die Unterlagen können dann nachgereicht werden, sobald das Jobcenter wieder geöffnet hat. Auch ein telefonischer Antrag oder eine E-Mail reichen aus, um die Frist zu wahren. Die Kontaktdaten des Jobcenters sind: 0 50 21 / 9 07 - 13 00 oder Jobcenter-im-Landkreis-Nienburg@jobcenter-ge.de. Wichtig ist: Die Anträge müssen immer sofort, noch im laufenden Monat gestellt werden.

Bei weiteren Fragen können Betroffene gern auch Clemens Becker ansprechen, Becker ist Sozialarbeiter in den Diakonischen Werken Nienburg und Stolzenau. „Aufgrund der aktuellen Situation sind bis auf weiteres keine persönlichen Termine möglich, Sie können aber anrufen oder schreiben“, betont Diakonie-Geschäftsführerin Marion Schaper.

Clemens Becker ist montags und mittwochs unter der Telefonnummer 0 57 61 / 37 32, sowie dienstags und donnerstags unter der Telefonnummer 0 50 21 / 97 96 13 zu erreichen. Wer möchte, kann sein Anliegen auch per E-Mail an ihn richten unter Sozialberatung.DWNienburg@evlka.de. Auch die anderen Beratungsdienste des Diakonischen Werks sind telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Aktuelle Kontaktdaten und Informationen gibt es auch unter www.dw-nienburg.de.

Zum Artikel

Erstellt:
21. März 2020, 17:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.