Das Bild zeigt die Landtagsabgeordneten Dr. Frank Schmädeke und Helmut Dammann-Tamke (von links) sowie Karsten Heineking (rechts) mit dem Vorsitzenden des CDU-Samtgemeindeverbandes Uchte, Jörn Pralle. CDU Samtgemeinde Uchte

Das Bild zeigt die Landtagsabgeordneten Dr. Frank Schmädeke und Helmut Dammann-Tamke (von links) sowie Karsten Heineking (rechts) mit dem Vorsitzenden des CDU-Samtgemeindeverbandes Uchte, Jörn Pralle. CDU Samtgemeinde Uchte

Raddestorf 18.02.2018 Von Die Harke

Zurück zu Verlässlichkeit und Vertrauen

CDU will „drei zukunftweisende Themenfelder bearbeiten“ / Dammann-Tamke zu Gast

„Wir müssen das Vertrauen der Landwirte zurückgewinnen und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe zu sichern“, machte der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke während seines Besuches jüngst beim CDU-Samtgemeindeverband Uchte deutlich.

Drei große Themenfelder gelte es daher in der Landwirtschaft daher unbedingt zu bearbeiten: die Bodenbewirtschaftung, die Tierhaltung und das Leben im ländlichen Raum. Die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten [DATENBANK=424]Karsten Heineking[/DATENBANK] aus Warmsen und [DATENBANK=3806]Dr. Frank Schmädeke[/DATENBANK] aus Heemsen hatten den Kontakt zu ihrem Landtagskollegen und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion hergestellt und ihn zu „Grünkohl und Politik“ in den Südkreis eingeladen. [DATENBANK=2273]Jörn Pralle[/DATENBANK], Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, freute sich über viele interessierte Gäste aus Politik und Verwaltung im Gasthaus Büsching in Raddestorf. Anwesend waren auch der Uchter Samtgemeindebürgermeister [DATENBANK=3688]Reinhard Schmale[/DATENBANK], Kreisjägermeister [DATENBANK=1630]Klaus Twietmeyer[/DATENBANK] aus Hilgermissen und der Vorsitzende der Jägerschaft Nienburg, [DATENBANK=3951]Ralf Eickhoff[/DATENBANK] aus Landesbergen, sowie [DATENBANK=562]Henrich Meyer zu Vilsendorf[/DATENBANK] von der Landwirtschaftskammer Nienburg.

Dammann-Tamke ging zunächst auf die weltweite Situation in der Landwirtschaft ein. Die Weltbevölkerung werde stark ansteigen; um die Ernährung der Menschen mit landwirtschaftlichen Produkten sicherzustellen und zudem eine zukunftsfähige Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe gewährleisten zu können, sei für die Ernährungserzeugung der „Produktionsfaktor Boden“ von großer Bedeutung. Jeder Landwirt, der sich in der Tierhaltung weiter entwickeln will, müsse entsprechende Bodenflächen für die Bewirtschaftung vorweisen können.

Die Spezis Wolf hat sich relativ schnell in unserem Land vermehrt und hat vielen Nutztierhaltern zwischenzeitlich unendliches Leid gebracht. Wir können nicht die gesamten Weiden und Deiche einzäunen. Aber wir können es auch nicht zulassen, dass der Wolf Schafe und andere Tiere reißt.

Helmut Dammann-Tamke, CDU-Landtagsabgeordneter

Und so ging Dammann-Tamke auf die Bodenbearbeitung und auf das geltende Gesetz zur Düngeverordnung ein. Er bezeichnete es als „das Megathema in den nächsten fünf Jahren“: „Unsere hoch qualifizierten Landwirte müssen nach diesem Gesetz arbeiten können und nicht ständig immer wieder neue Beratung für die Umsetzung des Gesetzes benötigen.“

Zudem müsse Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft hinsichtlich der Tierhaltung schaffen, die den Bauern eine wirtschaftliche Sicherheit für die nächsten Jahre bietet. „Ansonsten werden wir Schwierigkeiten bekommen, Landwirte zu finden, die bereit sind, in ihre landwirtschaftlichen Betriebe zu investieren. Wir benötigen einheitliche Haltungssysteme, und wenn die Gesellschaft mehr Tierschutz möchte, werden die Landwirte das auch gewährleisten. Die Voraussetzungen der Rechtssicherheit aber müssen seitens der Politik geschaffen werden.“

Mit dem dritten wichtigen Themenbereich ging der Landespolitiker auf die Lebensqualität im ländlichen Raum ein: „In einigen Gebieten Niedersachsens wird der Bevölkerungsrückgang in den nächsten Jahrzehnten bei 25 Prozent liegen. Wir müssen aufpassen und gegensteuern, damit die Lebensqualität für ältere und junge Menschen hier erhalten bleibt. Die Digitalisierung spielt daher in den ländlichen Regionen eine enorm wichtige Rolle. Sie wird das Leben auf dem Land und in der Landwirtschaft stark verändern und wird die Landwirte in die Lage versetzen, Ackerbau noch effizienter zu betreiben.“

Auch das Thema Wolf blieb nicht gänzlich außen vor. Seine Prognose aus dem Jahr 2010 habe sich bestätigt, sagte Dammann-Tamke: „Die Spezis Wolf hat sich relativ schnell in unserem Land vermehrt und hat vielen Nutztierhaltern zwischenzeitlich unendliches Leid gebracht. Wir können nicht die gesamten Weiden und Deiche einzäunen. Aber wir können es auch nicht zulassen, dass der Wolf Schafe und andere Tiere reißt. Somit ist es dringend geboten, festzulegen, mit wie vielen Rudeln Wölfen wir leben wollen.“

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Erstellt:
18. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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