Beim Meinungsaustausch im Bürgermeisterzimmer des Rathauses traf der belorussische Botschaftsrat Aleksei Barbuk (vorn sitzend) mit (von links) Conny Kramer, Jan Wendorf, Wilhelm Schlemermeyer, Thomas Gatter sowie den Organisatoren der Tschernobyl-Kinderhilfe im Kirchenkreis Syke-Hoya, Jens und Galina Frieling, zusammen.  Stadt Nienburg

Beim Meinungsaustausch im Bürgermeisterzimmer des Rathauses traf der belorussische Botschaftsrat Aleksei Barbuk (vorn sitzend) mit (von links) Conny Kramer, Jan Wendorf, Wilhelm Schlemermeyer, Thomas Gatter sowie den Organisatoren der Tschernobyl-Kinderhilfe im Kirchenkreis Syke-Hoya, Jens und Galina Frieling, zusammen. Stadt Nienburg

Nienburg 03.05.2019 Von Die Harke

Zusammenarbeit soll fortgeführt werden

Organisatoren der Tschernobyl-Kinderhilfe im Gespräch mit belorussischer Botschaft

„Nach wie vor sind in Belarus besonders viele Kinder von den Folgen des Tschernobyl-Reaktorunfalls vor 33 Jahren betroffen. Dass diese Kinder weiterhin der Hilfe und Solidarität durch Deutschland benötigen, war am Tschernobyl-Gedenktag einhellige Meinung einer Gesprächsrunde im Rathaus“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Nienburg. Als offizieller Vertreter des Botschafters war dazu Botschaftsrat Aleksei Barbuk aus Berlin angereist. Im Bürgermeisterzimmer des Rathauses lernte er das Ehepaar Jens und Galina Frieling kennen. Für den Kirchenkreis Syke-Hoya organisieren die beiden den Besuch strahlengeschädigter Kinder aus Gomel, einer Großstadt unweit der belorussisch-ukrainischen Grenze, rund 300 Kilometer südlich von Nienburgs Partnerstadt Witebsk.

Rund 400 Kinder werden in Niedersachsen aus der Region im Süden von Belarus erwartet. Dieses Gebiet leide am stärksten unter den Auswirkungen der 1986 infolge des Super-GAUs in Tschernobyl über sein Land hereingebrochenen Strahlenkatastrophe, berichtete der Botschaftsrat. Aleksei Barbuk stammt selbst aus Gomel, ebenso wie Galina Frieling. Der Botschaftsvertreter sprach dem Ehepaar im Namen der Republik Belarus seinen Dank für ihr Engagement für die erholungsbedürftigen Kinder aus.

Wie Frielings erläuterten, werden 18 Kinder im Juli ihre Ferien im Schullandheim Wöpse verbringen. Die beiden hatten sich in den Vorjahren an der Tschernobyl-Aktion beteiligt. Seit sie die Organisation jetzt ganz übernommen haben, so Jens Frieling, „ist uns klar geworden, wieviel Arbeit darin steckt, wieviel Befriedigung man aber auch daraus schöpfen kann, den belorussischen Kindern zu helfen“.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde im Rathaus, an der auch stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer und der allgemeine Vertreter von Bürgermeister Onkes, Jan Wendorf, teilnahmen, fand die traditionelle „Andacht unter dem Apfelbaum des evangelischen Kirchenkreises“ statt. Pastorin Cordula Schmid-Waßmuth leitete die Andacht. Z

u der anschließenden Gedenkfeier am Mahnmal „Madonna von Tschernobyl“ konnte Wilhelm Schlemermeyer trotz heftigen Regens zahlreiche Gäste begrüßen. Botschaftsrat Barbuk und der Vorsitzende des Arbeitskreises Gedenken, Thomas Gatter, legten einen Kranz und Blumen am Mahnmal nieder. Beide äußerten die Hoffnung, dass sich die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Tschernobyl-Aktion und den belorussischen Beteiligten künftig fortsetzen werde.

Abschließend sprach Uwe Schmädeke vom Anti-Atomkreis Nienburg über den Atomausstieg und kündigte weitere Veranstaltungen zum Thema an.

Zum Artikel

Erstellt:
3. Mai 2019, 08:24 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.