28.10.2012

Zuwachs in Nienburg, Uchte und Steimbke

Neuer Bericht zum Einzelhandel im Kreis

Landkreis (DH). Für die Steuerung und Entwicklung von Einzelhandelsstandorten im Landkreis Nienburg liegt jetzt ein aktualisiertes Gutachten vor. Fast 15.000 Einzelhandelsbetriebe wurden für die Mitglieder des Netzwerkes Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover untersucht und zum dritten Mal seit 2003 im Analysebericht „Konsensprojekt Großflächiger Einzelhandel“ erfasst.

Dem Gutachten zufolge wurde der höchste Handelszentralitätswert von 181 Prozent - wie auch schon 2006 - von der Stadt Nienburg/Weser erreicht.

Bei der Handelszentralität auf der Ebene der Landkreise haben sich seit 2006 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Im Landkreis Nienburg überwiegen die Kaufkraftabflüsse leicht die Kaufkraftzuflüsse. „Der Landkreis bewegt sich damit in der gleichen Liga wie die übrigen Umlandkreise der Region Hannover“, fasst Markus Arndt von der Regionalentwicklung des Landkreises Nienburg/Weser zusammen.

Verschiebungen habe es jedoch innerhalb des Landkreises gegeben, so Arndt.

Die Einzelhandelszentralität der Stadt Nienburg stieg von 172 Prozent auf derzeit 181 Prozent.

Zugewinne konnten auch die Samtgemeinden Uchte und Steimbke verzeichnen.

Im Gegenzug sei die Einzelhandelszentralität in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, der Samtgemeinde Liebenau und der Stadt Rehburg-Loccum rückläufig gewesen. Dort mussten vor allem Läden im aperiodischen Bedarfsbereich wie z. B. Spezialgeschäfte wegen geringerer Nachfrage schließen.

Rund 450 Einzelhandelsgeschäfte und rund 300 Betriebe im Landkreis Nienburg/Weser wurden für das Gutachten erfasst.

Überdurchschnittlich gut versorgt mit grundzentraler Funktion ist die Gemeinde Stolzenau mit einer Handelszentralität von 150 Prozent; begünstigt durch die größere Entfernung vom Mittel- bzw. Oberzentrum und die hohe Zentralität des Grundzentrums.

Die Gemeinde Heemsen weist nur eine Handelszentralität von 33 Prozent im periodischen Bedarfsbereich (Waren für den täglichen Bedarf) auf, weil zahlreiche Menschen aus der Samtgemeinde ihre Einkäufe in der nahen Kreisstadt erledigen.

Die Ergebnisse des Berichts geben den Mitgliedern des Netzwerkes Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover wichtige Informationen über die Weiterentwicklung des stadt- und regionalverträglichen Einzelhandels.

Ziel des Konsensprojektes ist die frühzeitige Information aller Betroffenen, um gleich zu Beginn mögliche Konflikte und gegenüberstehende Interessen deutlich machen zu können. Ein moderiertes Abstimmungsverfahren sei beispielsweise bei der Diskussion um den geplanten Edeka-Markt in Nienburg herangezogen worden, so Markus Arndt abschließend.

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Erstellt:
28. Oktober 2012, 00:00 Uhr
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