Coronavirus

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Minden 06.03.2020 Von Die Harke

Zwei Coronavirus-Fälle bestätigt

Im Nachbarkreis Minden-Lübbecke wurde ein Ehepaar positiv getestet

Update 08. März 2020 - 16:15 Uhr

Am gestrigen Samstag wurden zwei weitere Corona-Verdachtsfälle im Kreis Minden-Lübbecke mit positivem Virustest bestätigt. In beiden Fällen hat sich die erkrankte Person jeweils während eines Auslandsaufenthaltes infiziert. Die Infektionswege sind bekannt und nachvollziehbar. Beide haben eine leichte Grippesymptomatik. Alle Kontaktpersonen sind informiert und befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

Ursprüngliche Meldung:

Auch im Kreis Minden-Lübbecke gibt es jetzt zwei Labornachweise von Coronaviren. „Ein Ehepaar im Kreisgebiet ist heute positiv auf COVID 19 getestet worden“, teilte die Pressestelle des Nachbarkreises gestern Nachmittag mit. Die Patienten sind bereits informiert, die Kontaktpersonen werden zurzeit ermittelt und ebenfalls informiert.

„Beide haben sich vorbildlich verhalten und mit Auftreten der Symptome die Kontakte eingeschränkt. Die Infektionskette ist gut nachvollziehbar“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Elke Lustfeld. „Die Frau hatte in der vergangenen Woche Kontakt zu nachgewiesenen Fällen im Ausland. Die Erkrankten haben geringe Beschwerden und können ambulant betreut werden.“ In weiteren Kommunen des Kreises befinden sich außerdem Personen in häuslicher Quarantäne, weil Familienmitglieder direkten Kontakt zu anderen positiv getesteten Fällen hatten.

Im Kreis Minden-Lübbecke arbeiten alle beteiligten Stellen – Landrat Dr. Ralf Niermann, Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Gesundheitsamt, Rettungsdienst, die Mühlenkreiskliniken ebenso wie die niedergelassenen Ärzte und alle anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen sowie das Rechts- und Ordnungsamt des Kreises – an Vorsichtsmaßnahmen.

Beide haben sich vorbildlich verhalten und mit Auftreten der Symptome die Kontakte eingeschränkt. Die Infektionskette ist gut nachvollziehbar.

Dr. Elke Lustfeld, Gesundheitsamtsleiterin

Seit der ersten Ausbreitung des Virus steht das Gesundheitsamt des Kreises außerdem in engem Kontakt zu den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Bei seinem Vorgehen orientiere sich das Gesundheitsamt an den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Ziel sei es, eine Ausbreitung des Virus einzuschränken oder zu begrenzen.

Bei Symptomen und dem Verdacht, zu einer Risikogruppe zu gehören, gilt: Unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zuhause bleiben, nach telefonischer Anmeldung einen Arzt aufsuchen, auf Husten- und Nies-Etikette und eine gute Händehygiene achten. Bei leichten Symptomen reicht die Kontaktaufnahme zum Hausarzt. Bei schweren Symptomen ist eine weitere Abklärung notwendig. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten steht auch der kassenärztliche Notdienst zur Verfügung unter Telefon 116 117. Wichtig ist in beiden Fällen, sich von anderen Menschen fern zu halten.

Der Kreis hat ein Bürger-Telefon eingerichtet unter (05 71) 80 72 03 00. Es ist Samstag von 10 bis 15 Uhr und Sonntag von 10 bis 13 Uhr erreichbar. Im Gesundheitsamt des Kreises gehen zahlreiche Anfragen ein. Daher bittet das Gesundheitsamt darum, bei allgemeinen Fragen auf die zahlreichen bestehenden Informationsangebote zurückzugreifen, um die Leitungen und die Kapazitäten der Mitarbeitenden für dringende Fälle freizuhalten.

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Erstellt:
6. März 2020, 16:31 Uhr
Aktualisiert:
8. März 2020, 16:16 Uhr
Lesedauer:
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