Verena Mohaupt, Mitarbeiterin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (Awi), gehört für das Fachmagazin «Nature» zu den zehn Menschen, die im Jahr 2020 eine entscheidende Rolle für die Wissenschaft spielten. Foto: Esther Horvath/Alfred-Wegener-Institut, Helmhol/dpa

Verena Mohaupt, Mitarbeiterin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (Awi), gehört für das Fachmagazin «Nature» zu den zehn Menschen, die im Jahr 2020 eine entscheidende Rolle für die Wissenschaft spielten. Foto: Esther Horvath/Alfred-Wegener-Institut, Helmhol/dpa

London 15.12.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Zwei Deutsche prägten Wissenschaftsjahr 2020 mit

Zwei Expertinnen aus Deutschland gehören für das britische Fachmagazin „Nature“ zu den zehn Menschen, die im Jahr 2020 eine entscheidende Rolle für die Wissenschaft spielten.

Die gebürtige Erfurterin Kathrin Jansen, Leiterin der Impfstoff-Forschung beim US-Pharmaunternehmen Pfizer, sowie Verena Mohaupt, Mitarbeiterin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (Awi) und Logistikchefin der Arktis-Expedition „Mosaic“.

Das Forschungsschiff „Polarstern“ war rund ein Jahr lang in der zentralen Arktis gedriftet, angedockt an eine riesige Eisscholle. Im Oktober war es nach Bremerhaven zurückgekehrt. Mohaupt habe dafür gesorgt, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sicher auf dem Eis arbeiten konnten - geschützt vor Eisbären, Kälte und Unfällen, hieß es von „Nature“.

Sie sei überrascht von der Aufnahme in die Liste, sagte die 37-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe die Aufgabe nicht allein gestemmt, sondern im Team gearbeitet“, betonte sie. Zusammen mit ihrer Awi-Kollegin Bjela König hatte sie ein Sicherheitskonzept erarbeitet, Arbeitsanzüge getestet und die Logistik für die wissenschaftlichen Geräte geplant. „Wir mussten entscheiden, wo steht welche Hütte auf der Eisscholle, wie viel Strom brauchen wir für die Geräte, wie viel Benzin für die Schneemobile.“ Knapp neun Monate war sie mit an Bord der „Polarstern“.

„Nature“ teilte mit, Kathrin Jansen sei ausgewählt worden, weil sie ein Team leite, das einen Corona-Impfstoff in rekordverdächtigen 210 Tagen erfolgreich durch die klinischen Studien gebracht habe.

Zu den „Natures 10“ gehören zudem der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der WHO-Direktor habe die Nationen zusammengerufen, um auf die Bedrohung durch das Coronavirus zu reagieren. Gleichzeitig habe er heftige Kritik am Umgang der Organisation mit der Krise einstecken müssen.

Ebenfalls in „Natures 10“ aufgenommen wurde Neuseelands Regierungschefin Jacinda Adern. Die Politikerin habe durch schnelles Handeln ihr Land relativ sicher durch die Corona-Krise gebracht und gleichzeitig das Vertrauen der Bürger erhalten.

„Zusammengenommen beleuchten die Geschichten dieser zehn Menschen einige der größten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich die Welt in diesem Jahr stellen musste“, betonte Rich Monastersky von „Nature“. Im vorigen Jahr gehörte Greta Thunberg zu „Nature's 10“.

© dpa-infocom, dpa:201215-99-701854/5

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Erstellt:
15. Dezember 2020, 18:14 Uhr
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