Der Landkreis Nienburg meldet zwei weitere Infizierte. Von Todesfällen wie jetzt im Kreis Hameln-Pyrmont blieb der Landkreis bisher verschont. Foto: Robert Leßmann - stock.adobe.com

Der Landkreis Nienburg meldet zwei weitere Infizierte. Von Todesfällen wie jetzt im Kreis Hameln-Pyrmont blieb der Landkreis bisher verschont. Foto: Robert Leßmann - stock.adobe.com

Landkreis 29.03.2020 Von Nikias Schmidetzki

Zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis

Deutlicherer Anstieg in Nachbar-Regionen / Patienten aus Italien in Mühlenkreis-Kliniken

27 mit dem Corona-Virus infizierte Personen gab und gibt es mit Stand von Sonntag Nachmittag im Kreis Nienburg. Damit sind im Vergleich zum Freitag zwei Fälle hinzugekommen. Zu genesenen Fällen war seitens des Landkreises gestern nichts zu erfahren. Damit zählen 19 als infiziert und acht als wieder gesund.

Im Heidekreis gibt es insgesamt 25 bestätigte Fälle. Damit sind seit Freitag vier dazu gekommen. Drei von ihnen befinden sich in häuslicher Quarantäne und eine Person im Heidekreis-Klinikum.

Im Landkreis Schaumburg gibt es aktuell, basierend auf Zahlen von gestern Nachmittag, 53 bestätigte Corona-Fälle. Das sind sechs mehr als am Freitag. Der Anstieg setzt sich somit nicht so rasant fort wie zum Ende der Woche, als die Zahl innerhalb eines Tages um 36 angestiegen war.

Der südliche Nachbarlandkreis Minden-Lübbecke zählte gestern 256 Gesamtinfektionen, darunter 70 wieder genesene Personen, somit 186 aktuell Infizierte. Im Vergleich zu Freitagnachmittag sind das 15 Fälle mehr im Gesamten, aber 16 mehr Genesene. Aktuell befinden sich drei nachgewiesene Fälle in stationärer Behandlung im Johannes Wesling Klinikum Minden. Sie befinden sich alle auf der Isolierstation, keiner auf der Intensivstation. Insgesamt 70 Personen, die sich in 14-tägiger Quarantäne befanden, konnten bisher vom Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen werden.

Drei Coronapatienten aus Krisengebieten könnten derweil kurzfristig in den Mühlenkreiskliniken (MKK) behandelt werden. Minden-Lübbeckes Landrat Dr. Ralf Niermann habe dem Staatssekretär im Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Derzeit gebe es keinen Corona-Patienten in einem Intensivbett in den MKK.

Das sei aber eine Momentaufnahme, so Niermann weiter. Im Johannes-Wesling-Klinikum in Minden sollen nach Klinikangaben Menschen mit Coronaerkrankungen behandelt werden, denen in Italien nicht mehr geholfen werden könne. Auch im Herz- und Diabesteszentrum in Bad Oeynhausen sollen Coronapatienten aus Italien behandelt werden. Dabei handele es sich um zwei Erkrankte aus dem Raum Bergamo.

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankungen im Landkreis Diepholz war bis Samstagnachmittag um weitere neun Infektionen gestiegen. Insgesamt sind bisher 126 Menschen in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises an dem neuartigen Coronavirus erkrankt.

Der Kreis Hameln-Pyrmont hat unterdessen die ersten beiden Corona-Todesfälle gemeldet. Dort gebe es insgesamt 70 Fälle, darunter neun geheilte. Der erste Verstorbene lebte in einer Einrichtung in Bad Münder, war 88 Jahre alt und litt unter Vorerkrankungen. Der zweite war ein 1972 geborener Mann aus Emmerthal, der im Krankenhaus starb.

Zum Artikel

Erstellt:
29. März 2020, 19:16 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.