Im Landkreis Nienburg sind - Stand Dienstag, 18.30 Uhr - 21 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Symbolfoto: Pixabay

Im Landkreis Nienburg sind - Stand Dienstag, 18.30 Uhr - 21 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Symbolfoto: Pixabay

Landkreis 24.03.2020 Von Matthias Brosch

Zwei weitere Infizierte im Landkreis

Erstmals werden häusliche Quarantänen verlängert / Kreissprecher stellt klar: „Die Zahlen sind nicht so niedrig, weil so wenig getestet wird“

Am Dienstag sind zwei weitere Infizierte am Coronavirus im Landkreis Nienburg hinzugekommen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 21 Menschen. Laut Landkreis-Sprecher Cord Steinbrecher handelte es sich um die Ehefrau eines bereits zuvor positiv getesteten Skiurlaub-Heimkehrers. Die weitere Person befand sich mit seinem Ehepartner nach einem Skiurlaub schon freiwillig in der häuslichen Quarantäne, nun tauchten Symptome auf.

Erstmals verlängerte Amtsärztin Heike Stiegler nach Ablauf der 14 Tage bei elf Infizierten die zuvor auferlegten häuslichen Quarantäne-Vorschriften, da bei ihnen noch immer Symptome aufgetaucht waren. Damit sind nunmehr 155 Menschen in angeordneter Quarantäne, das sind zehn mehr als am Montag; abzüglich von 14 beendeten Quarantänen, deren Zahl bei nunmehr 75 liegt. Die empfohlenen Quarantänen blieben bei 29 (plus rund 1350 Schüler und Schülerinnen des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums sowie der Grundschulen in Erichshagen-Wölpe und Husum).

Gesundet ist von den bislang Infizierten noch niemand, es liegen aber auch keine kritischen Krankheitsverläufe vor
Cord Steinbrecher, Sprecher des Landkreises Nienburg

„Gesundet ist von den bislang Infizierten noch niemand, es liegen aber auch keine kritischen Krankheitsverläufe vor“, sagt Steinbrecher. Der einen Person, die sich im Krankenhaus in Behandlung begab, gehe es immer besser, sodass die Entlassung in die häusliche Quarantäne bald möglich sein könnte.

Die Tests der 26 Personen eines Skikurses vom Hoyaer Johann-Beckmann-Gymnasium waren alle negativ; die häusliche Quarantäne der Reisenden ins süditalienische Südtirol war am 21. März abgelaufen.

Steinbrecher geht im HARKE-Gespräch – von sich aus – auf kursierende Gerüchte ein: „Die Zahlen sind nicht so niedrig, weil so wenig getestet wird. Wer über seinen Hausarzt einen Termin verordnet bekommt, der erhält diesen im Moment am nächsten Tag. Das Ergebnis gibt es am Tag darauf.“ Das Abstrichzentrum in Nienburg sei von 14 bis 18 Uhr gut ausgelastet. Am Dienstag gab es Ergebnisse von 24 Patienten, darunter die zwei Neu-Infizierten. „Wer positiv getestet wird, den informiert der Landkreis direkt. Bei den anderen liegt die Zuständigkeit bei den Hausärzten“, sagt der Kreissprecher.

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Erstellt:
24. März 2020, 19:07 Uhr
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