Nienburg 18.12.2018 Von Die Harke

Zwischen Ökologie und Hochwasserschutz

Der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Meerbach und Führse hat rund 550 Kilometer Bäche und Gräben unter die Lupe genommen, damit es keine böse Überraschung gibt. Nach Starkregen oder Schneeschmelze könnten eigentlich harmlose Bächlein gefährlich werden. Der Unterhaltungsverband betreut 470 Kilometer sogenannte Gewässer II. Ordnung – Steinhuder Meerbach oder Bückener Mühlenbach – und rund 80 Kilometer Gewässer III. Ordnung – meist Entwässerungsgräben – zwischen Asendorf und Großenheidorn. Einmal im Jahr werden sie untersucht.

Fachlich begleitet werden die Schaukommissionen vom Kreisverband für Wasserwirtschaft. Hermann Morische vom Kreisverband: „Es geht bei den Gewässerschauen im Kern darum, das schadlose Abfließen von großen Regenmengen zu gewährleisten, damit es im Hinterland nicht zu Hochwässern kommt.“ Das Wasser solle auch nicht ewig auf Feldern stehen. „Wir greifen nur da ein, wo es sein muss und mähen nicht mehr als nötig“, sagt Morische.

So gibt es Bereiche wie am Mittellauf des Strangbachs bei Brokeloh, an denen in der Regel gar nicht geräumt werden muss. Bei den meisten Gewässern wird eine Böschungsseite geräumt. Morische: „Der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband kennt jeden Abschnitt seiner Gewässer und behält sie im Blick, damit im Ernstfall eben nichts Schlimmes passiert.“

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Erstellt:
18. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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