Landkreis

Gutes Zeugnis für Forstrevier Harbergen

Beispielgebende Mischwaldentwicklung bei der Abschlussbesprechung zur Waldinventur in Harbergen. Unter alten Kiefern samen sich Tannen, Buchen und weitere Baumarten an, der künftige gemischte Wald ist schon gut zu erkennen. Die Teilnehmenden von links: Kerstin Geier, Försterin für Waldökologie, Forstamtsleiter Henning Schmidtke, Revierförster Hermann Brockmann, Revierförster Gerd Otten, Forstgutachter Thomas Burmester und Heiko Karstens, Inventurleiterin Karen Hauskeller-Bullerjahn.

Beispielgebende Mischwaldentwicklung bei der Abschlussbesprechung zur Waldinventur in Harbergen. Unter alten Kiefern samen sich Tannen, Buchen und weitere Baumarten an, der künftige gemischte Wald ist schon gut zu erkennen. Die Teilnehmenden von links: Kerstin Geier, Försterin für Waldökologie, Forstamtsleiter Henning Schmidtke, Revierförster Hermann Brockmann, Revierförster Gerd Otten, Forstgutachter Thomas Burmester und Heiko Karstens, Inventurleiterin Karen Hauskeller-Bullerjahn.

Landkreis. Die Begutachtung des Waldzustandes in der Revierförsterei Harbergen liegt nun vor. Die Niedersächsischen Landesforsten hatten den freiberuflichen Forstsachverständigen Dr. Thomas Burmester beauftragt, die im zehnjährigen Turnus erhobene Waldinventur durchzuführen.

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Die etwas abseits gelegenen Waldgebiete zwischen Graue und Liebenau gehören mit zu den größten Waldkomplexen im Landkreis Nienburg, die zu einem großen Teil aus der Erstaufforstung von Heideflächen mit Kiefern hervorgegangen sind. „In vielen der ursprünglich einförmigen Kiefernbeständen ist die Entwicklung zum gemischten Wald mit verschiedenen Baumarten bereits deutlich zu erkennen“, hob der Gutachter jetzt bei der Abschlussbesprechung ein wichtiges Ergebnis hervor. Die überwiegend auf Sandböden mit unterschiedlichem Lehmanteil wachsenden Wälder sind mit ihrer mittleren Nährstoff- und Wasserversorgung sehr gut für gemischte Wälder mit Laub- und Nadelbäumen geeignet.

Revierleiter Hermann Brockmann, der seit 1983 das Revier Harbergen leitet, hat diese Entwicklung mit gutem Erfolg, wie Gutachter Burmester betonte, betrieben. Er hob besonders hervor, dass das Revier mit seinen über zwanzig verschiedenen Baumarten, davon immerhin ein Drittel Buchen und Eichen, in allen Bereichen von Förster Brockmann sehr gut durchforstet und gepflegt worden sei.

Für die nächsten zehn Jahre hat Forstexperte Burmester der Revierförsterei ein ambitioniertes Arbeitsprogramm in die Bücher geschrieben. Die Menge der nutzungsreifen Bäume steigt stark an, vor allem im Kiefernwald. So kann künftig 20 Prozent mehr Holz genutzt werden als bisher. Unter dem Schirm vor allem der verbleibenden Altkiefern wird dann auch die Mischwaldentwicklung forciert. Auf über einem Sechstel der Waldfläche soll der Waldumbau durch Naturverjüngung, Saat und Pflanzung vorangetrieben werden. Neben einer starken Vermehrung des Anteils von Buchen ist auch die verstärkte Einmischung von Douglasien, Tannen und Eichen für die kommende Waldgeneration vorgesehen.

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Für Hermann Brockmann ist dies die vierte und letzte Waldinventur in seinem Revier. Er wird es in einem Vierteljahr gut gepflegt an seinen Nachfolger übergeben, der an die von ihm eingeleitete Entwicklung zu mehr stabilem Mischwald gut anknüpfen kann.

Hintergrund Revierstruktur Harbergen:

Größe 1.880 Hektar (18,8 Quadratkilometer). Das Revier gehört zum Forstamt Nienburg. Revierleiter ist Hermann Brockmann.

Baumartenzusammensetzung

Laubbäume 36 Prozent:

  • Eichen – 19 Prozent
  • Buchen – 14 Prozent
  • Andere Laubbäume – drei Prozent

Nadelbäume – 64 Prozent

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  • Fichten/Tanne – 13 %
  • Douglasie – 6,5 %
  • Kiefer – 41 %
  • Lärchen – 4 %

Die Waldgebiete des Revieres Harbergen

  • Darloge, 53 Hektar, Gemeinde Asendorf
  • Herrenhassel, 330 Hektar, Gemeinde Wietzen
  • Harberger Heide/Eichkämpe, 250 Hektar, Gemeinde Wietzen/Staffhorst
  • Borsteler Wald, 48 Hektar, Gemeinde Borstel
  • Weberkuhle/Rothenkamp, 1.200 Hektar, Gemeidnen Wietzen u. Binnen
  • Buchhorster Aue, 6 Hektar, Gemeidne Balge

Schutzfunktionen

  • 11 Hektar Naturschutzgebiete „Buchhorster Auwald“ und „Speckenbachtal“
  • 1007 Hektar Wasserschutzgebiete (Weberkuhle, Buchrehmen und Liebenauer Kiefern)
  • 566 Hektar sind ökologisch wertvolle sogenannte „Alte Waldstandorte“, die in den letzten 200 Jahren nachweislich immer bewaldet waren
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