Nienburg

Junge Mutter kämpft gegen Krebs: Spenden sollen Therapie finanzieren

Kostbare Momente für Diana Fischer: Die an Krebs erkrankte Nienburgerin feiert Kindergeburtstag mit ihrer Tochter Emma.

Kostbare Momente für Diana Fischer: Die an Krebs erkrankte Nienburgerin feiert Kindergeburtstag mit ihrer Tochter Emma.

Nienburg. Diana Fischer bekommt im März 2021 die Diagnose Triple-negativer Brustkrebs - eine besonders aggressive Form. Zwei Chemotherapien musste sie bereits abbrechen, ihr Körper machte nicht mehr mit. Ein Medikament könnte der 32-Jährigen helfen - doch die Krankenkasse verweigert die Übernahme der Kosten.

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Im Januar 2021 ertastet die Nienburgerin Diana Fischer einen Knoten in ihrer linken Brust. Nach zahlreichen Untersuchungen und der Konsultierung verschiedener Ärzte folgte im März die Schockdiagnose: Brustkrebs. 16 Chemotherapie-Blöcke standen der jungen Mutter bevor. „Ich musste die Therapie leider im August abbrechen. Meine Blutwerte erholten sich nicht und die Ärzte hatten Angst, dass mein Knochenmark langfristig Schaden davontragen könnte", sagt Fischer.

Da bei der 32-Jährigen zudem die Genmutation BRAC1 nachgewiesen wurde, ist ihr Risiko, erneut an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöht. Deswegen entschloss sie sich zu einem drastischen Schritt. In einer viereinhalb-stündigen Operation ließ sie sich beide Brüste abnehmen.

Mein Körper beschloss, nicht mehr mitzumachen.

Diana Fischer

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Nach der OP folgte eine weitere Hiobsbotschaft: bei der Untersuchung des Gewebes wurde nach der Brustamputation in der rechten, gesunden Brust ein weiterer Tumor gefunden. Dies hatte zur Folge, dass die Nienburgerin die nächste Chemotherapie über sich ergehen lassen musste. Wieder trafen sie die Nebenwirkungen mit voller Wucht und zwangen sie nach der Hälfte der Therapiezeit erneut zum Abbruch. „Ich konnte keine 20 Meter mehr gehen und musste deswegen im Rollstuhl sitzen. Ich war sogar zu schwach, eine Wasserflasche zu öffnen", erzählt Fischer. „Mein Körper beschloss, nicht mehr mitzumachen."

Teures Medikament könnte helfen

Ihre Hoffnungen setzt Diana Fischer nun auf ein Medikament namens Olaparib. Dieses soll, Studien zufolge, die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Brustkrebserkrankung bei Frauen mit der BRAC1 Genmutation signifikant reduzieren. Mindestens ein Jahr lang müsste die Nienburgerin die Tabletten nehmen, der Preis einer Monatspackung liegt bei mehr als 5600 Euro. Ihre Krankenkasse habe die Übernahme der Kosten vorerst abgelehnt. Fischer: „Obwohl ich die Anforderungen erfülle, bestreitet die Krankenkasse einen Anspruch."

Die junge Mutter hat deswegen eine Spendenanktion ins Leben gerufen. In den Sozialen Medien hat sie ihre bewegende Geschichte geteilt und um finanzielle Unterstützung gebeten. „Meine Freunde haben mich auf die Idee gebracht. Ich hatte zunächst Zweifel, Leute um Geld zu bitten, besonders in dieser derzeitig schwierigen politischen Situation. Aber für mich ist jetzt die Zeit, um mein Leben zu kämpfen, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie."

Kraft in dieser schweren Zeit findet Fischer bei ihrer Familie. „Meine drei Jahre alte Tochter Emma musste so oft auf einen normalen Alltag mit ihrer Mama verzichten. Da bin ich froh, dass mein Mann, meine Familie und meine Freunde mich unterstützen, wo es nur geht. Meine Mama hat den Brustkrebs bereits besiegt und ich weiß, ich stehe nicht allein da. Ich weiß, dass meine Geschichte gut ausgehen kann."

Hinweis

Wer die Nienburgerin Diana Fischer bei ihrem Kampf gegen den Krebs finanziell unterstützen möchte, kann dies über ihre Spendenkampagne oder via Papyal: dianafischer1307@gmail.com tun.

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