Blaulicht

Hacker in Nienburg: Falscher Microsoft-Mitarbeiter erhält Zugriff auf Computer

Ein Nienburger fiel auf einen falschen Microsoft-Mitarbeiter herein – mit teuren Folgen.

Ein Nienburger fiel auf einen falschen Microsoft-Mitarbeiter herein – mit teuren Folgen.

Nienburg. Ein 76-jähriger Nienburger erstattete am Montag Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs, nachdem er einer bislang unbekannten Person am gleichen Tag Fernzugriff auf seinen Computer gewährt und anschließend mindestens mehrere hundert Euro verloren hatte.

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Fernzugriff auf den Computer erlaubt

Der Senior hatte zuvor einen Anruf von dem Unbekannten erhalten, der vorgab, dass dessen Microsoft-Konto gefährdet sei. Nach einem kurzen Gespräch vertraute der Nienburger darauf, dass der Anrufer ihm tatsächlich helfen wolle und gestattete ihm Fernzugriff auf seinen Computer.

Nachdem der Unbekannte nach etwa 20 Minuten angeblich alle Gefahren beseitigt hatte, forderte er 450 Euro Aufwandsentschädigung. Der Senior gab an, die Kosten via Paypal zu zahlen. Der Betrüger gab dabei vor, dass Paypal gerade nicht funktioniere und er ein neues Passwort erstellen müsse. Hierzu öffnete sich ein „Fenster“ auf dem Computerbildschirm des Seniors, wo dieser angeblich sein Passwort ändern konnte. Nach einem kurzen weiteren Gespräch wurde das Telefonat beendet.

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Betrüger bucht 470 Dollar ab

Im Nachhinein stellte der Senior eine Abbuchung in Höhe von knapp 470 Dollar fest. Als ihm der Verdacht kam, betrogen worden zu sein, erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt wiederkehrend vor derartigen Betrugsmaschen, bei denen die Täter durch Fernzugriffe an sensible Daten gelangen. In einigen Fällen fordern die Täter auch dazu auf, ein Programm auf Ihrem PC installieren, das angeblich vorhandene Schadsoftware deinstalliert. Mit der Software des vermeintlichen Supports gelangt die Malware allerdings erst auf den Computer.

Die Polizei gibt folgende Präventionshinweise:

  • Seien Sie misstrauisch und wachsam!
  • Öffnen Sie keine Links und folgen Sie keinen Anweisungen aus plötzlich erscheinenden Pop-up-Fenstern.
  • Übergeben Sie fremden Personen keinen Fernzugriff auf Ihre elektronischen Geräte.
  • Installieren Sie keine Software nach telefonischer Aufforderung durch fremde Personen
  • Lassen Sie sich durch die Gesprächsführung (Drohungen mit Datenverlust, hohe Schadenseintrittswahrscheinlichkeit, etc.) des Anrufers nicht zu unüberlegten und vorschnellen Handlungen verleiten.
  • Im Notfall trennen Sie Ihren Computer/Laptop vom Internet und schalten diesen vollständig aus.
  • Wenn Sie befürchten, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle.
  • Bei unautorisierten Überweisungen/Zugriff auf Ihr Online-Banking: Rufen Sie unverzüglich Ihr Geldinstitut an.
  • Ändern Sie schnellstmöglich Ihre Passwörter von Online-Banking oder Bezahldiensten, wenn Sie den Verdacht haben, dass Unbekannte dieses kennen können. Nutzen Sie hierfür dringend ein anderes Endgerät, wenn Sie zuvor jemandem Zugriff gewährt oder auffällige Links angeklickt haben.

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