Nienburg

Initiativkreis legt Sanierungskonzept für den Posthof vor

Der Initiativkreis setzt sich dafür ein, dass die Bibliothek im Posthof bleibt.

Der Initiativkreis setzt sich dafür ein, dass die Bibliothek im Posthof bleibt.

Nienburg. Mit seinem Aufruf zu einem Bürgerbegehren zum Erhalt des Posthofes und der gleichzeitigen Vorlage eines Sanierungskonzeptes verfolgt der Initiativkreis mehrere Ziele.

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Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: „Da ist zunächst das Gebäude selbst. Es braucht wirklich keine Fachkenntnis, um zu erkennen, dass sich der Posthof in einem katastrophalen Zustand befindet. Allein ein Blick aus der Nähe auf die Seitenwand mit dem Glockenspiel offenbart das ganze Dilemma. Eine Sanierung kann nicht mehr warten. Und Provisorien dürfen nicht, wie mit der Abstützung an der Gebäuderückseite geschehen, zu Dauerlösungen werden.

Aber auch das Umfeld des Posthofes gibt ein trostloses Bild ab. Sowohl der Platz hinter als auch der Platz vor dem Posthof werden, wenn überhaupt, nur sporadisch genutzt, und bedürfen aus städtebaulicher Sicht dringend einer Aufwertung. Insofern sind der Posthof und seine unmittelbare Umgebung nicht voneinander zu trennen.

Da für den Standort einer Stadtbibliothek auf absehbare Zeit keine Lösung in Sicht ist und für den Posthof leider keine konkrete Nutzungsalternative existiert, stellt der Initiativkreis die Frage, warum die Bibliothek nicht am alten Ort verbleiben kann. Die Antwort liegt auf der Hand und ist in einem umfassenden Sanierungskonzept des Initiativkreises, das von einem denkmalverträglichen Erweiterungsbau ausgeht, enthalten.

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Leider wurde diese Überlegung bisher nicht ernsthaft diskutiert. Warum den Platz hinter dem Posthof eigentlich nicht durch einen der Stadtlandschaft angepassten Erweiterungsbau für die Bibliothek aufwerten, sodass die Bibliotheksfläche verdoppelt wird? Beispiele dafür gibt es zur Genüge. Hat doch ein Anbau den großen Vorteil, den Umzug der Bibliothek nach und nach problemlos zu gestalten.

Nach dem Abschluss der Posthofsanierung könnte man als Anbindung an den Posthof eine transparente, lichtdurchflutete Verbindung zwischen Bestandsbau und Erweiterungsbau in Form eines großzügig gestalteten, zweigeschossigen Wintergartens vorsehen. Damit könnte eine den Denkmalschutzerfordernissen entsprechende Einheit geschaffen werden.

Den Platz vor dem Posthof sollte man mit Leben füllen, indem man die Georgstraße großzügig einbindet. In Verbindung mit der Anmietung des modernen, unterkellerten, mit WC ausgestatteten Pavillons im Rückraum von Leder-Meyer könnte man einen auf Nienburger Verhältnisse zugeschnittenen sogenannten Dritten Ort etablieren – ein Teil unter Dach und ein Teil im Freien vor dem Posthof. Hier können sich Menschen treffen, Gespräche führen und Kleinigkeiten verspeisen.

Alternative: Nachbargebäude anmieten

Scheidet ein Erweiterungsbau aus, besteht alternativ die Möglichkeit zur Erweiterung der Bibliothek durch Anmieten des Nachbargebäudes. Das Gebäude Georgstraße 20 weist ähnliche Merkmale wie der Posthof auf: Teilunterkellerung, zwei Vollgeschosse, Dachgeschoss und Holzbalkendecken über Erd- und Obergeschoss. Wenn alle im Gebäude vorhandenen Flächen genutzt werden, würde sich die Bibliotheksfläche ebenfalls verdoppeln. Die Bibliothek wäre dann wie andernorts bereits erfolgreich praktiziert auf zwei Gebäude verteilt.

Der Initiativkreis wünscht sich, dass man sich seinen Überlegungen gegenüber öffnet und schlägt vor, Lösungen im Zuge eines Architektenwettbewerbes erarbeiten zu lassen, der im Ergebnis mit Sicherheit zukunftsweisende Lösungen aufzeigen wird“, schreibt der Initiativkreis abschließend in seiner Pressemitteilung.

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Hinweis

Das Sanierungskonzept ist unter https://www.ja-zum-posthof.de zu finden.

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