Nienburg

Kleine Kunstwerke für die „Glückstour“

Noch sind die Leinwände weiß: Mia-Sophie (vorn links) und ihre Freundin Melia Döll werden demnächst den Pinsel schwingen, zur Freude von Yvonne Hofmann (hinten links) sowie Antje und Maic Wetzel.

Noch sind die Leinwände weiß: Mia-Sophie (vorn links) und ihre Freundin Melia Döll werden demnächst den Pinsel schwingen, zur Freude von Yvonne Hofmann (hinten links) sowie Antje und Maic Wetzel.

Nienburg. Nach gut 1000 Rad-Kilometern binnen einer Woche, die zudem mit 5500 Höhenmetern gewürzt waren, verspürt Antje Wetzel auch heute noch einen zarten Phantomschmerz in den Waden. Doch das gute Gewissen, wieder einmal vielen Menschen im Land geholfen zu haben, lindern jedwede Beschwerden.

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Das Nienburger Ehepaar Antje und Maic Wetzel gehörte erneut zum Schornsteinfeger-Tross der „Glückstour“, die seit 2006 Spenden sammelt für an Krebs erkrankte Kinder. Auf diesem Wege sind bis heute über zwei Millionen Euro an Spenden zusammengekommen, damit gehört die „Glückstour“ zu den größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland.

Das Logo der Glückstour.

Das Logo der Glückstour.

Die jüngste Tour führte im September von Dietmannsried im Allgäu bis nach Mainz zum Bundesverbandstag der Schornsteinfeger. „Das Wetter war gut, es hat auf der Tour nur 15 Minuten geregnet“, erzählt Maic Wetzel, „dafür war es recht anstrengend, weil es immer hoch und runter ging.“ Unterwegs wurden reichlich Spenden eingesammelt – und auch wieder weitergegeben. „Wir haben knapp 240.000 Euro zusammengetragen und unterwegs 50 Schecks verteilt.“ Auf den Schecks prangt in der Regel die Zahl „3000“.

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Mittlerweile unterstützen die Schornsteinfeger auch außerhalb des Zeitraums ihrer einwöchigen Glückstour Projekte und Menschen. Wie zum Beispiel ein kleines Kind, dem die Ärzte einst eine Lebenserwartung von lediglich drei Jahren prognostizierten. Weil die Krankenkasse die Kosten für ein teures Medikament nicht übernahm, sprangen die „Schornis“ in die Bresche, unterstützen die Familie und freuten sich gerade im Sommer über die Einschulung des jungen Mannes.

Antje Wetzel präsentiert das Trikot der Tour 2021, ihr Ehemann Maic einen Roséwein des Weinguts Reis-Oberbillig – zwei Euro des Verkaufspreises gehen an die "Glückstour".

Antje Wetzel präsentiert das Trikot der Tour 2021, ihr Ehemann Maic einen Roséwein des Weinguts Reis-Oberbillig – zwei Euro des Verkaufspreises gehen an die "Glückstour".

Zielort der Tour 2022 wird Lübeck sein, somit dröhnt schon wieder die Werbetrommel durchs Land. Eine Spende in noch unbekannter Höhe hat schon jetzt die Nienburgerin Yvonne Hofmann zugesagt. Hofmann und ihre Tochter Mia-Sophie werden ihre erfolgreiche Vorjahresaktion wiederholen, die damals 365 Euro gebracht hatte – sie werden sie sogar noch erweitern. Im vergangenen Herbst hatte Mia-Sophie zwei Bilder gemalt und zum Ersteigern angeboten. Diesmal hat sich die Achtjährige Verstärkung geholt: Ihre Freundinnen Melia Döll, Lena Krücke und Thalia Schäfer werden ebenso die Pinsel schwingen.

„Wir werden die Bilder hier bei und im Friseursalon im Nienburger Bruchweg ausstellen“, erklärt Yvonne Hofmann, auch im Internet sollen Gebote abgegeben werden können. In den Herbstferien werden die kleinen Kunstwerke entstehen. Was sie denn als Motiv planen, da lässt sich Mia-Sophie noch nicht in die Karten schauen, „das wird eine Überraschung!“ DIE HARKE wird die Aktion auch weiterhin begleiten.

Hinweis

Weitere Infos gibts auf www.glückstour.de.

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