Wenden

Neue Messverfahren könnten Windkraftausbau fördern

Jörg Brüning und Rolf Schaefer vom Grünen Ortsverband Steimbke, Dr. Thorsten Schrader, Katja Keul und Sabine Möllhoff, Sprecherin des Ortsverbandes, vor dem Drehfunkfeuer in Wenden.

Jörg Brüning und Rolf Schaefer vom Grünen Ortsverband Steimbke, Dr. Thorsten Schrader, Katja Keul und Sabine Möllhoff, Sprecherin des Ortsverbandes, vor dem Drehfunkfeuer in Wenden.

Wenden. Der Ausbau der Windenergie rund um Wenden wird durch das für die Flugsicherheit wichtige Drehfunkfeuer stark eingeschränkt und behindert. Das kritisiert der Steimbker Ortsverband (OV) der Grünen. Daher hatte er zu einem Informationsaustausch rund um das Thema „Flugsicherheit versus Ausbau von Windkraft“ eingeladen.

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Aktuell schränke die Deutsche Flugsicherung (DFS) durch ein starres und überholtes Regelwerk den Bau von Windenergieanlagen im Radius von 15 Kilometern rund um das Bauwerk ein, teilt der OV dazu mit. Zu einem Ortstermin waren Katja Keul (Bundestagsabgeordnete der Grünen), Erster Kreisrat Lutz Hoffmann sowie eine Mitarbeiterin vom Landkreis, die verantwortlich für das Genehmigungsverfahren der Windenergieanlagen ist, eingeladen, um mit den Mitgliedern des OV zu diskutieren. Als Fachmann gab Dr. Thorsten Schrader von der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt in Braunschweig (PTB) einen tiefen Einblick in die Fragestellung.

Damit die Ziele der Energiewende nicht mit der Luftfahrtsicherheit in Konflikt gerieten, gelte es, neue und verbesserte Messmethoden für die Sicherheit zu entwickeln. „Diese neuen Tools vermögen die bislang in den Genehmigungsgutachten angewandten Formeln der DFS abzulösen,“ erklärte Dr. Schrader. Er stellte die Entwicklung dieser neuen Methoden vor und erläuterte, wie sich diese in der Praxis auswirken könnten.

Verbesserte Methoden und Prognosen wie diese können helfen, die Ziele der Energiewende zu erreichen.

Katja Keul

die Grünen

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Aktuell bildeten laut Ortsverband die Gutachten der DFS die Grundlage für die Genehmigung einer Windenergieanlage durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Denn bislang würden die neuen Methoden der PTB nicht flächendeckend in der Praxis angewendet. Dies soll sich – nach Ansicht von Dr. Schrader – bald ändern.

In der anschließenden Diskussion legte Lutz Hoffmann dar, dass die bisherigen Genehmigungsverfahren einerseits unter festgefahrenen und längst überholten Vorschriften litten. Andererseits stehe der Landkreis stetig ändernden Vorgaben gegenüber. Gleichzeitig arbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises weiter an der Raumplanung und der Ausweisung von Vorranggebieten, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Eine endgültige Entscheidung über den Raumordnungsplan solle im Sommer 2022 erfolgen.

Katja Keul wies in der Diskussion um die wiederholt vorkommenden Gerichtsverfahren rund um die Genehmigungen von Windenergieanlagen darauf hin, dass die Richter auf unabhängige und eindeutige Gutachten angewiesen seien. „Verbesserte Methoden und Prognosen wie diese können helfen, die Ziele der Energiewende zu erreichen, ohne die Flugsicherheit zu riskieren,“ sagte die Bundestagsabgeordnete. Doch ist sei wichtig, dass diese Tools bundesweit zum Einsatz kämen.

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