Rodewald

Stefan Göbel hat Tipps zur Dachbegrünung direkt umgesetzt

Stefan Göbel auf seinem Gründach bei der Beobachtung von Insekten.

Stefan Göbel auf seinem Gründach bei der Beobachtung von Insekten.

Rodewald. Schneller Erfolg: Noch vor der Blühzeit, im Februar, hatte die Volkshochschule (VHS) Nienburg in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Mittelweser einen Online-Vortrag zum Thema „Dach- und Fassadenbegrünung“ angeboten. Und schon sind erste Ergebnisse zu sehen.

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Stefan Göbel aus Rodewald hat sich von diesem Vortrag inspirieren lassen und empfiehlt die darin besprochenen Maßnahmen zur Nachahmung. Es ist ein kleiner Beitrag zum Klima- und Artenschutz, der sich leicht umsetzen lässt. Und viele kleine Beiträge sind bekanntermaßen ein großer Beitrag.

Für seinen ohnehin geplanten Anbau am Haus hat er sich kurzerhand entschieden, das Gelernte aus dem Vortrag in die Praxis umzusetzen. So wurde beim Flachdach des Anbaus eine sehr nachhaltige Abdichtung aus Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (kurz EPDM) gewählt. Hierbei handelt es sich um ein sehr widerstandsfähiges Material aus Synthesekautschuk, dass eine etwa doppelt so lange Lebensdauer (etwa 40 bis 50 Jahre) aufweist, wie die in Norddeutschland üblicherweise verwendeten Bitumenwerkstoffe. Stefan Göbel hätte es dabei belassen können, hat sich dann aber entschieden, das Dach noch zu begrünen. Der Referent Heinz Ewald von der Heinz EWALD GmbH, hat dabei hilfreiche Tipps gegeben. Das Material (Pflanzerde, Substrat, Pflanzen sowie weitere Baustoffe) wurde von Fachhändlern aus der Region bezogen.

Das Dach ist zwar noch nicht vollständig grün und auch die Blüten sind noch nicht alle aufgegangen, aber es sind schon die ersten Vögel, Bienen und andere Insekten erschienen.

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Eine Dachbegrünung trägt zusätzlich zu einer langen Lebensdauer der Abdichtung bei. Sie fungiert als „Klimaanlage“ und liefert damit gerade im Sommer einen Hitzeschutz. Das Regenwasser wird gebunden und das Dach erfährt einen besseren Dämmwert. Weitere Vorteile sind die Verbesserung des Kleinklimas, die Bindung von Staub und Schadstoffen, erhöhter Schallschutz, Einsparung von Energiekosten und vieles mehr.

Außerdem, teilt die Klimaschutzagentur mit, sei die Kombination aus Gründach und Photovoltaik eine interessante Möglichkeit. Man könne seinen eigenen Strom produzieren und diese Kombination erhöht sogar die Leistungsfähigkeit der Solaranlage.

Bei der VHS und der Klimaschutzagentur war man über die Nachricht von Stefan Göbel sichtlich zufrieden. „Wir freuen uns sehr, dass unsere gemeinsame Veranstaltung auf so positive Resonanz stößt“, so Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur, und Darijusch Wirth, stellvertretender Leiter der VHS, übereinstimmend.

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