Steyerberg

„Solawi“ geht in die zweite Runde

Tim Smaluhn und seine Mitstreiter hoffen auch in diesem Jahr auf eine reiche Gemüse- und Obsternte.

Tim Smaluhn und seine Mitstreiter hoffen auch in diesem Jahr auf eine reiche Gemüse- und Obsternte.

Steyerberg. Die Solidarische Landwirtschaft vom Permakulturpark am Lebensgarten in Steyerberg (PaLS) geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Nach 70 Ernteanteilen im vergangenen Jahr stehen jetzt 100 auf dem Gelände nahe des Borsteler Weges bereit.

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Nach Angaben von Sven Lamers, kaufmännischer Leiter bei PaLS, hätte es zu Beginn vor einem Jahr die Hoffnung gegeben, von den einst 70 Anteilen beim Start im April zumindest 40 vergeben zu können. Die Nachfrage war dann seinen Angaben zufolge so groß, dass die Organisatoren ab Sommer eine Warteliste führen mussten.

In zwei Online-Veranstaltungen am Sonnabend, 20. Februar, und Sonnabend, 13. März, jeweils um 15 Uhr haben Interessierte nun die Möglichkeit, sich über das Angebot zu informieren und in einer Bieterrunde einen Ernteanteil für jeweils 70 Euro pro Monat zu erwerben. Potenzielle Teilnehmer mögen sich vorab per E-Mail an kontakt@permakulturpark.de melden. Laut Lamers sind aktuell noch etwa 20 Anteile zu haben.

Wie eine „Solawi“ funktioniert

Und so funktioniert eine Solidarische Landwirtschaft, kurz Solawi: Das Prinzip ist, dass die Teilhaber ganzjährig einen monatlichen Festbetrag an den landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb entrichten und dieser dafür im Gegenzug die ganzjährig erwirtschaftete Ernte unter allen aufteilt. Das System soll die Landwirte von dem Druck entbinden, von der Ernte in der Hochsaison abhängig zu sein. Sie haben ein ganzjähriges, konstantes Einkommen, was ihrem Hof zu Planungssicherheit verhelfen soll.

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„Da jedoch möglichst vielen Menschen Zugang zu diesem System ermöglicht werden soll, gilt das Solidaritätsprinzip auch unter den Mitgliedern: Wer es sich finanziell leisten kann, etwas mehr für seinen Anteil zu geben, kann dies gerne tun und damit auch die Teilnahme von Menschen ermöglichen, die nur etwas weniger geben können. Auch ist für Menschen, die sich einen Ernteanteil finanziell nicht leisten können, die Teilnahme an der SoLaWi durch stundenweise Mitarbeit möglich“, erläutert Lamers.

Anbauplan entwickelt

Gartenleiter Jean-Philippe Genetier und PaLS-Prokurist Tim Smaluhn haben für dieses Jahr einen umfangreichen Anbauplan erarbeitet, der gewährleisten soll, dass mindestens 100 Haushalte ganzjährig mit Bioland-zertifiziertem, permakulturell angebautem Gemüse sowie Obst versorgt werden können.

In dem Rahmen seien auch die Anbaumethoden optimiert worden, so dass trotz hinzugekommener Ernteanteile nicht mehr Anbaufläche notwendig sei, erläutert Lamers. Für die Umsetzung seien zwei halbe Gärtnerinnen-Stellen geschaffen und zudem 30 neue Obstbäume mit Hochstämmen angepflanzt worden.

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