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Wolfsfreunde ziehen vor den Landtag

Wolfsfreunde wollen vor dem Landtag eine Mahnwache halten. Damit wenden sie sich gegen die Aufnahme des Wolfes in das neidersächsische Jagdrecht.

Wolfsfreunde wollen vor dem Landtag eine Mahnwache halten. Damit wenden sie sich gegen die Aufnahme des Wolfes in das neidersächsische Jagdrecht.

Landkreis. Der niedersächsische Landtag will an diesem Donnerstag die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht beschließen. Die Interessengemeinschaft Wolfsfreunde Deutschland (IWD) wendet sich vehement gegen dieses Vorgehen – und ruft für Donnerstag 12.30 bis 14.30 Uhr zu einer Mahnwache vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover auf.

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„Schon im Frühjahr 2016 hatte der juristisch wissenschaftliche Dienst des Niedersächsischen Landtags nach einer umfangreichen Prüfung festgestellt, dass der damalige Antrag der FDP, den Wolf in das Landesjagdrecht zu nehmen, eindeutig verfassungswidrig ist. Auch der damalige Umweltminister Wenzel von den Grünen kam nach einer juristischen Prüfung ebenfalls zu diesem Ergebnis“, sagen Ariane Müller und Katja Ahrens von der Interessengemeinschaft Wolfsfreunde Deutschland (IWD).

In Verbindung mit der Wolfsverordnung wollen sie, die Jäger und die meisten Politiker, den Wolf jagdrechtlich töten

Interessengemeinschaft Wolfsfreunde Deutschland (IWD)

Im letzten Jahr sei der Antrag erneut eingebracht worden. „Unter der CDU-SPD-Regierung wurde der Antrag durch die Gremien gepeitscht und wird jetzt innerhalb von wenigen Minuten der Aussprache in die Abstimmung gebracht. Es wird hier ganz deutlich: In Verbindung mit der Wolfsverordnung wollen sie, die Jäger und die meisten Politiker, den Wolf jagdrechtlich töten“, teilen die Sprecherinnen des IWD weiter mit.

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SPD-Umweltminister Olaf Lies habe ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem festgestellt werden soll, ob Niedersachsen bereits einen gesunden Wolfserhaltungszustand habe. „Er verkennt aber dabei, dass sein Ressort gar nicht zuständig is“, sagen die Sprecherinnen. Lies setze sich über alle Bedenken hinweg und ziehe gnadenlos seine Pläne durch“, sagen sie. Sie werfen dem Minister vor, dass er wahllos Wölfe töte und Rudelstrukturen nachhaltig zerstören wolle.

IWD wirft Minister vor, wahllos Wölfe töten zu wollen

So habe Niedersachsen mit der rechtswidrigen Wolfsverordnung den strengen Wolfsschutz aufgeweicht. „Wir können nur erneut an die Naturschutzvereine, die berechtigt sind zu klagen, appellieren: Geht endlich zeitnah mit einer Normenkontrollklage gegen die niedersächsische Wolfsverordnung vor“, wendet sich die IWD an Verbände.

Die Sprecherinnen befürchten, dass alle bis auf die Grünen-Fraktion dem Antrag binnen weniger Minuten zustimmen. Das Bundesumweltministerium in Berlin habe eindeutig Stellung bezogen, dass die niedersächsische Landesregierung diesem Antrag nicht zustimmen kann.

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