WM 2022

England siegt dank Doppelpack in 96 Sekunden - Wales raus

Doppelschlag: Wenige Sekunden nach der Führung bejubelt Englands Phil Foden seinen Treffer zum 2:0.

Doppelschlag: Wenige Sekunden nach der Führung bejubelt Englands Phil Foden seinen Treffer zum 2:0.

Al-Rajjan. Mitfavorit England hat seine Titelambitionen bei der WM in Katar unterstrichen und mit einem Sieg im britischen Duell souverän das Achtelfinale erreicht.

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Das Team um den noch immer torlosen Kapitän Harry Kane besiegte Wales in Al-Rajjan mit 3:0 (0:0) und beendete die Vorrunde so mit sieben Punkten als Gruppensieger. Marcus Rashford (50. Minute/68.) und Phil Foden (51.) sorgten mit einem Doppelschlag in kürzester Zeit für den verdienten Sieg der Three Lions vor 44.297 Zuschauern. England trifft nun am Sonntag (20.00 Uhr) in der ersten K.o.-Runde auf Senegal.

Wales brauchte einen Sieg und zeigte Einsatz: hier Kieffer Moore (u) im Duell mit Kyle Walker.

Wales brauchte einen Sieg und zeigte Einsatz: hier Kieffer Moore (u) im Duell mit Kyle Walker.

Die Waliser um den zur Halbzeit ausgewechselten Stürmerstar Gareth Bale verabschieden sich nach drei Vorrundenspielen mit einem Punkt und nur einem Elfmetertor beim 1:1 gegen die USA von der so sehr ersehnten ersten WM seit 1958. Gegen den britischen Rivalen ist Wales seit 1984 sieglos. Auch eine Überraschung wie bei der EM 2016, als Bale und Co. sensationell das Halbfinale erreichten, gelang diesmal nicht.

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Waliser Neco Williams (l) muss in der ersten Halbzeit benommen ausgewechselt werden, nachdem er einen Schuss mit dem Kopf abblockte.

Waliser Neco Williams (l) muss in der ersten Halbzeit benommen ausgewechselt werden, nachdem er einen Schuss mit dem Kopf abblockte.

Angesichts der komfortablen Ausgangslage hatte Englands Trainer Gareth Southgate versucht, eine „Mischung aus Stabilität und Frische“ auf den Rasen des Ahmad bin Ali Stadions zu bringen. Dieser Ankündigung folgten vier Wechsel, darunter die Hereinnahme des von britischen Medien und Experten lautstark geforderten Foden. Dortmunds Jude Bellingham, der seit August im Drei-Tages-Rhythmus durchspielt, bekam entgegen anderslautender Spekulationen keine Pause, sondern wurde als Spielmacher offensiv aufgeboten.

Auf dem Flügel durfte Rashford erstmals bei dieser WM von Beginn an ran - und hatte nach zehn Minuten direkt die erste Chance. Kapitän Kane setzte den Angreifer von Manchester United exzellent in Szene, doch Rashford scheiterte am heraus eilenden Danny Ward. Dieser vertrat den nach einer Roten Karte gesperrten Stammkeeper Wayne Hennessey. Ward war im ersten Durchgang der auffälligste Waliser, denn die Feldspieler waren mit Zweikämpfen und angesichts von zeitweise 70 Prozent Ballbesitz der Engländer mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt.

Erst der sehenswerte Freistoß, später die Entscheidung: Marcus Rashford (r) war als doppelter Torschütze ein entscheidender Faktor.

Erst der sehenswerte Freistoß, später die Entscheidung: Marcus Rashford (r) war als doppelter Torschütze ein entscheidender Faktor.

Obwohl Wales dringend auf einen Sieg angewiesen war, agierte das Team von Chefcoach Rob Page extrem abwartend. „Wir müssen eine Vorstellung zeigen, auf die unsere Anhänger stolz sind - egal, ob wir weiterkommen oder nicht“, hatte Page gefordert, doch die Drachen hatten spielerisch nur wenig zu bieten.

Stattdessen übernahm der EM-Zweite früh die Kontrolle und erspielte sich immer wieder gefährliche Aktionen über den auffälligen Manchester-City-Profi Foden: Erst zielte der 22-Jährige bei einem Flachschuss zu ungenau (15.), später schoss er nach sehenswerter Kombination über BVB-Star Bellingham drüber. Auch die Versuche von Abwehrchef Harry Maguire, der nach entschlossenem Solo ins Seitenaus schoss, und von Rashford per Seitfallzieher waren keine echte Gefahr.

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Während England das Achtelfinale feiert, verabschieden sich die Spieler von Wales nach dem Spiel von den Fans.

Während England das Achtelfinale feiert, verabschieden sich die Spieler von Wales nach dem Spiel von den Fans.

Nach der Pause ging es ohne Bale weiter - dafür mit einem Traumtor. Eine weitere tolle Einzelaktion von Foden brachte einen Freistoß, den Rashford aus gut 20 Metern ins rechte obere Toreck verwandelte. Die Waliser waren kurzzeitig unsortiert und fingen sich innerhalb von 96 Sekunden direkt ein zweites Tor: Der bei der WM als verkappter Spielmacher agierende Kane brach über rechts durch und spielte scharf in die Mitte, wo Foden einschob und damit vorzeitig seine Leistung krönte. Zur Melodie von „Jingle Bells“ sangen Englands Fans und feierten damit den Einzug in die Runde der letzten 16. Rashford legte noch einmal den Turbo ein und besorgte das 3:0.

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