Handball-Bundesliga

GWD Minden unterliegt Stuttgart im Kellerduell

GWD-Torwart Malte Semisch hielt Minden zwar im Spiel, musste am Ende jedoch eine Niederlage im Kellerduell hinnehmen.

GWD-Torwart Malte Semisch hielt Minden zwar im Spiel, musste am Ende jedoch eine Niederlage im Kellerduell hinnehmen.

Stuttgart. Beide Teams starteten das Kellerduell mit Schwierigkeiten im Positionsangriff. Technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Passspiel sorgten auf beiden Seiten der Platte für schnelle Ballverluste. Die Hausherren konnten aber zunehmend besser mit diesen Problemen umgehen: Geduldig bauten sie ihre Offensiv-Formationen auf und versuchten, insbesondere über die Spielfeldmitte, die Abwehr der Grün-Weißen zu überwinden. Der aus Max Janke und Timo Stoyke zusammengesetzte GWD-Mittelblock koordinierte sich allerdings sehr gut und unterbrach häufiger das Aufbauspiel der Schwaben. Die Stuttgarter kamen folglich über die Außenbahnen zu größeren Räumen und erzielten nach einer guten Viertelstunde die zwischenzeitliche 5:3-Führung (15.).

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Spiel wird schneller

Die Begegnung wurde in der Folge insgesamt schneller und laufintensiver. Dies machte sich auch in der Deckungsleistung beider Teams bemerkbar. Gegen den zweikampfstarken TVB hatte die Sieben von GWD-Coach Frank Carstens zunehmend das Nachsehen und konnte finale Pässe an den Kreis nicht mehr endgültig verhindern. Der aus Loccum stammende Keeper Malte Semisch hielt die Grün-Weißen in dieser Phase im Spiel. Angetrieben von Neuzugang Philipp Ahouansou erzielte Minden kurz vor der Pause das 11:11 und ging damit auf Augenhöhe in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff gehörte das Momentum der Heimsieben, die offensiv durch ihre zielsicheren Außenspieler erfolgreich war. Dennoch war das Kämpferherz der Ostwestfalen zu spüren. Kein Zweikampf wurde ohne die nötige Aggressivität geführt und kaum ein Ball wurde den Schwaben ohne vorherige Verhandlung bei den Unparteiischen überlassen. Besonders Timo Stoyke stellte für TVB-Spielmacher Egon Hanusz eine Herausforderung dar. Früh machte der Youngster die Laufwege des Mittelmanns zu und unterbrach damit entscheidend das Passspiel der Stuttgarter.

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Wir haben diese Saison so viele schwere Verletzungen im Team, die wir irgendwann nicht mehr kompensieren können.

Mats Korte

GWD-Spieler

Auf der Gegenseite übernahm Amine Darmoul die Verantwortung, suchte gezielt die Zweikämpfe auf der Mitte und setzte mit seinen insgesamt acht Treffern immer wieder Akzente im GWD-Angriffsspiel. Für die ersatzgeschwächten Ostwestfalen wurde es aber zunehmend schwerer, sich gegen die robuste TVB-Defensive zu behaupten. Klare Torchancen wurden seltener. Hinzu kam, dass die Mannschaft aus Bittenfeld selbst effektiver beim Torabschluss wurde und die Grün-Weißen, die zwischenzeitlich in doppelter Unterzahl aufliefen, mit 17:21 (46.) deutlicher ins Hintertreffen gerieten.

Stuttgarts Keeper Silvio Heinevetter verhinderte die Mindener Aufholjagd.

Stuttgarts Keeper Silvio Heinevetter verhinderte die Mindener Aufholjagd.

Zur Crunch-Time legte Carstens noch einmal alles in die Waagschale, brachte im Angriff den siebten Feldspieler und stellte die Dankerser Abwehr auf eine offensivere Formation um. Die Ostwestfalen waren dadurch wieder erfolgreicher und kamen zu mehr Ballgewinnen, die allerdings nur selten den Weg hinter TVB-Schlussmann Silvio Heinevetter fanden. Dadurch blieb die erhoffte Aufholjagd aus und die Schlusssirene besiegelte die 23:27-Auswärtsniederlage.

Mindens Mats Korte: „Wir haben diese Saison so viele schwere Verletzungen im Team, die wir irgendwann nicht mehr kompensieren können. Als heute Luka und zwischenzeitlich Amine auch vom Feld mussten, fehlten uns in der entscheiden Phase die nötigen Körner, um dies kompensieren zu können.“

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