Fußball-WM auf dem Teller

Marokkanische Kürbis-Tajine – 2000 Jahre Slow-Food-Tradition

Langsam geschmort und besonders aromatisch - das spezielle Flair der Tajine-Gerichte.

Es ist ein Gericht und ein Kochtopf zugleich – so ähnlich wie die Pfanne bei uns. Einmal reden wir von dem Kochutensil und dann wieder meinen wir etwa eine Nudelpfanne als Gericht.

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In Marokko hat die Tajine eine über 2000 Jahre lange Tradition, schon die alten Berber benutzten sie, um ihre berühmten Eintöpfe zu kochen. Noch heute ist sie einer der Eckpfeiler der marokkanischen Küche. Was diesen speziellen Tontopf so besonders macht, weiß Foodbloggerin Shiba von Shibas Kitchen: „Dank ihres kegelförmigen Deckels zirkuliert der Dampf während des Kochens, was die Speisen besonders saftig und aromatisch macht.“

WM-Food Spezial: Entdecken Sie traditionelle Rezepte aus den Teilnehmerländern

Eine Tajine kann ebenso vielfältig wie Pasta sein. In Marokko beliebt sind unter anderem Tajine Mrouzia mit Lamm und Trockenfrüchten, Tajine Djej mit Hähnchen, Zitronen und Oliven, Tajine Beldi mit geschichtetem Gemüse und Fleisch oder die bei Groß und Klein beliebte Tajine Kefta mit Hackbällchen in Tomatensoße. Foodbloggerin Shiba stellt Ihnen heute ein Rezept für eine Kürbis-Tajine mit Hähnchen vor.

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Shiba lebt in Stuttgart, hat Wurzeln in Pakistan und hat einen Palästinenser geheiratet. Kein Wunder also, dass sie sich kulinarisch gerne in der Welt austobt. Auf ihrem Blog Shibas Kitchen findet man „Gerichte aus 1001 Nacht“, wie die Stuttgarterin selbst sagt.

Foodbloggerin Shiba von "Shibas Kitchen" stellt auf ihrem Blog regelmäßig orientalische Rezepte vor.

Ihre Leidenschaft fürs Kochen hat Shiba von ihrer Mutter geerbt: „Als Kind habe ich immer sehr gespannt zugeschaut, wenn meine Mama frisch zubereitete Mahlzeiten auf den Tisch gezaubert hat, und habe dabei viel von ihr gelernt.“ Geheiratet hat sie dann einen Mann, dessen ganze Familie seit Generationen in ihrer Heimatstadt Nazareth für traditionelle palästinensische Kochkunst bekannt war. Liebe geht offenbar tatsächlich durch den Magen.

 

Hähnchen-Kürbis-Tajine

Tajine ist mehr als nur ein Gericht. Es ist eine traditionelle Art zu kochen, die in vielen nordafrikanischen Ländern tief verwurzelt ist, insbesondere in Marokko. Mit ihrer einzigartigen Form und den schonenden Garmethoden sorgt die Tajine für intensiven Geschmack und zartes Fleisch. Heute teile ich mit Ihnen mein Rezept für eine köstliche Hähnchen-Kürbis-Tajine. Wenn Sie keine Tajine zu Hause haben, können Sie alternativ einen Schmortopf nehmen.

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Wenn Sie mit Tajine kochen, sollten Sie sie immer langsam erhitzen, besonders bei der ersten Nutzung. Das Material ist zwar robust, kann jedoch bei zu hohen Temperaturen springen. Außerdem ist es wichtig, bei Tajine-Gerichten auch Flüssigkeit zu verwenden, damit die Speisen nicht anbrennen. Die Tajine sorgt dafür, dass die Flüssigkeit gut zirkuliert, sodass die Zutaten wunderbar zart werden und sich die Aromen optimal entfalten.

Kürbis-Tajine in einer traditionell marokkanischen Tajine.

Noch ein paar Tipps zum Rezept: Butternut- oder Hokkaidokürbisse sind gut geeignet. Alternativ geht auch Süßkartoffel. Trockenpflaumen verleihen eine natürliche Süße, Sie können auch Aprikosen oder Rosinen nehmen. Die Zitrone sorgt für Frische und Säure und kann auch durch Limettensaft ersetzt werden.

Ob als gemütliches Familienessen oder für besondere Gäste – dieses Hähnchen-Kürbis- Tajine ist ein absolutes Highlight. Das Zusammenspiel von zarten Hähnchenstücken, süßen Trockenpflaumen und herbstlichem Kürbis wird durch die intensiven Gewürze perfekt abgerundet. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von meinem Tajine-Rezept verzaubern!

Rezept: So machen Sie eine Kürbis-Tajine

Ein Rezept aus Shibas Kitchen

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*Ras-el-Hanout ist eine Würzmischung, die durch eine Mischung aus Kreuzkümmel, Koriander und Zimt ersetzt werden kann.

Zu Beginn Zwiebeln in Streifen schneiden, Knoblauch hacken und Ingwer reiben. Ghee oder Öl in der Tajine (alternativ im Schmortopf) erhitzen und die Hähnchenschenkel von beiden Seiten scharf anbraten. Nun Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer sowie Ras-el-Hanout, Kurkuma, Kreuzkümmel und Chilipulver dazugeben und kurz mitbraten.

Mit etwa 500 ml Wasser ablöschen, die Zimtstange und den Safran hinzufügen. Nach Geschmack salzen. Alles aufkochen und bei niedriger Hitze abgedeckt circa 40-50 Minuten köcheln lassen, bis das Hähnchen fast gar ist.

In der Zwischenzeit den Kürbis schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit Trockenpflaumen, Zitronenschale und Zitronensaft in den Topf geben und für weitere 15 Minuten zugedeckt garen, bis alles schön weich ist.

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Die fertige Tajine am besten mit fluffigem Couscous, Fladenbrot oder Reis servieren.

 

Wie man in Marokko sagt: Bssaha!