Deutschlands Unterwelt: Spannende Ausflugsziele unter der Erde
Die endlosen Strände der Nord- und Ostsee, die Fingerfelsen vom Elbsandsteingebirge und die Alpen: Deutschlands Natur hat viele Facetten. Doch die ganze Vielfalt erschließt sich dir erst, sobald du deinen Blickwinkel änderst und mal unter die Erde schaust.
Dort entdeckst du ganze Höhlen-Labyrinthe, wanderst durch unterirdische Korallenriffe und besichtigst stillgelegte Bergwerke. Höhlenwanderungen bieten sich in Deutschland bei einer Auswahl von 53 Orten genügend an. So viele Schauhöhlen gibt es laut dem Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher. Wir stellen dir schönsten vor.
Hessen: Ein Labyrinth aus Höhlen
Sie ist vielleicht nicht die spektakulärste Höhle, dafür steckt sie noch immer voller Rätsel: Die Rede ist von der Herbstlabyrinth-Schauhöhle Breitscheid in Hessen, die mehr als zwölf Kilometer lang ist. Ingesamt ist es das größte Höhlensystem des Bundeslandes. Besonderer Hingucker sind die ausgeprägten Tropfsteine, die mit weißen LED-Lichtern stimmungsvoll beleuchtet werden.
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Zur vollständigen AnsichtHighlight der einstündigen Führung sind die 30.000 Jahre alten Höhlenbärenknochen. Um dir einen Platz zu sichern, solltest du dein Ticket vorab online buchen.
Aktuelle Deals
- Herbstlabyrinth-Schauhöhle: Rathausstraße 14, Breitscheid
- Öffnungszeiten: Jeden Samstag und Sonntag von April bis Oktober sowie an hessischen Feiertagen, von 11 bis 18 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder bis 14 Jahre 6 Euro
Bayern: Surreale Gletscherhöhle
Eine Höhle ist dir nicht spannend genug – wie wäre es dann mit einer Gletscherhöhle? Nicht ganz unter Tage, dafür aber im am tiefsten gelegenen permanenten Eisfeld der Deutschen Alpen, befindet sich die Auskehlung der Eiskapelle am Königssee in Bayern. Sie kann bis zu 30 Meter hoch und 15 Meter breit werden.
Die Eishöhle verändert sich durch den Klimawandel und die verschiedenen Jahreszeiten, weshalb sich der Besuch nicht nur einmal lohnt. Das ganze Jahr über kannst du die weiße, eisige Welt bewundern. Aber, bitte beachte: Die Eiskapelle ist ständig einsturzgefährdet, bei Betreten besteht Lebensgefahr!
Die Eishöhle verändert sich durch den Klimawandel und die verschiedenen Jahreszeiten, weshalb sich der Besuch nicht nur einmal lohnt. Das ganze Jahr über kannst du die weiße, eisige Welt bewundern. Aber, bitte beachte: Die Eiskapelle ist ständig einsturzgefährdet, bei Betreten besteht Lebensgefahr! Wie du die Eishöhle erreichen kannst, erfährst du hier.
Bayern: Wellness im Salzheilstollen
Durchgefroren von der Gletscherhöhle? Dann findest du im Berchtesgadener Land das passende Verwöhnprogramm. Entspanne bei salziger Luft im lauschig beleuchteten Stollen. Das Entspannen hat sogar einen heilenden Effekt: Der Aufenthalt in dem Salzbergwerk soll bei Atemwegserkrankungen und auch bei Allergien helfen. Bei 85 Prozent Luftfeuchtigkeit und knackigen zwölf Grad Celsius ist das kein Wunder.
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Zur vollständigen Ansicht- Salzheilstollen Berchtesgaden: Bergwerkstraße 85a, Berchtesgaden
- Öffnungszeiten: Mai bis Oktober 9.30 und 14 Uhr, November bis April 11 und 14 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 24 Euro (Juni bis August 19 Euro), Familienkarte ab 60 Euro
Nordrhein-Westfalen: Tauche durch ein altes Bergwerk
Höhlentauchen – das kennst du vielleicht nur aus dem Urlaub in Südeuropa oder an exotischen Zielen. Dabei geht das auch im wärmenden Neopren in Nuttlar. Noch nie von gehört? Es ist ein Ortsteil der Gemeinde Bestwig im nördlichen Hochsauerlandkreis und bekannt für das Schieferbergwerk.
Dort tauschst du die dicken Sicherheitsschuhe gegen Taucherflossen und begibst dich unter Wasser in die Vergangenheit der Bergleute, die einst hier unter Tage schufteten. Im Jahr 1985 wurde das Bergwerk stillgelegt und geflutet. Teilweise kannst du dort bis zu 39 Meter tief tauchen. Dafür musst du jedoch eine gültige Höhlentaucher-Bescheinigung haben. Nach eigenen Angaben ist das Schieferbergwerk in Nuttlar das größte betauchbare Bergwerk in Deutschland und zählt zu den 50 besten Tauchspots weltweit.
- Besucherbergwerk Schieferbau Nuttlar: Briloner Straße 48a, Bestwig
- Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 9 bis 18 Uhr
- Eintritt: Tageskarte für zertifizierte Höhlentaucher 69 Euro, Buchung online
Harz: Riff aus der Südsee
Der Harz trumpft vielerorts mit alten Bergwerken und Tropfsteinhöhlen auf. Doch eine sticht heraus: Der Iberg in Bad Grund im Oberharz lag eigentlich mal Tausende Kilometer entfernt in der Südsee. Das usprüngliche Korallenriff soll vor mehr als 300 Millionen Jahren dort enstanden sein, wo heute Madagaskar liegt.
Es brauchte ebenfalls mehrere Millionen Jahre, bis sich das Kalkmassiv auf die Nordhalbkugel zu uns nach Deutschland geschoben hatte. Heute ist die Iberger Tropsteinhöhle ein Erlebnis-Besucherzentrum. Bei der Fühurung unter Tage und im angeschlossenen Museum kannst du versteinerte Meeresbewohner finden und mehr über das Phänomen lernen.
- Höhlen-Erlebnis-Zentrum am Iberg: An der Tropfsteinhöhle 1, Bad Grund
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre 6,50 Euro
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