Hier ist Hannover 96 unter Standard: Dieselben Fehler kosten Punkte
Heidenheim. Bei dem Anblick bekommt Hannover 96 schon beim Warm-up Angst, wenn Brenz-Legende Marc Schnatterer (40) bei 6 Grad am Spieltag mit kurzen Hosen dasteht. Schnatterer arbeitet inzwischen als Co-Trainer von Frank Schmidt in Heidenheim und ist, klar, nur als Trainer für Standardsituationen zuständig. So ein Fuchs mit dieser praktischen Erfahrung ist wertvoll. Streng genommen hat Schnatterer 96 den Sieg gekostet.
Das 0:1 kassierte 96 nach einem Standard - ein Freistoß aus 35 Metern. Hannover stellte keine Mauer, igelte sich stattdessen ein. Das zweite Heidenheimer Tor? Erneut ein Standard-Gegentor. Bei diesem Punkt, defensives Verhalten bei Eckbällen und Freistößen, muss Sandro Wagner mit seinem 96-Trainerteam zwingend in die Analyse gehen.
Sonst läuft der Ball mittlerweile ganz flüssig mit Wagner als Trainer. Ehrlicherweise war nicht zu erwarten gewesen, dass sich Hannover so schnell mit Positionswechseln aus der Umklammerung der Heidenheimer Manndeckung lösen würde.
Den zweiten Punkt kann Hannover erst in der Winterpause lösen. Nach der Einwechslung der Heidenheimer Tempobrüder Conteh bekam 96 Probleme, verteidigte zwar trotz weniger PS leidenschaftlich, aber sogar ein hoch verdienter Punkt ist gefährdet, wenn der Gegner einer Abwehr derart locker davonlaufen kann.
In der Länderspielpause wird es gewiss neue Pläne und vielleicht einen neuen Sportdirektor geben, der schnelle Transfers realisieren kann. Die Anstellung eines Managers ist eine Hauptaufgabe in der Länderspielpause für Hannover 96, neben dem Üben defensiver Standards.