„Muss Prioritäten setzen“

Gerwyn Price zieht sich zurück – Darts-Star erklärt überraschende Absagen

Gerwyn Price hat alle geplanten Auftritte außerhalb der PDC für den Rest des Jahres 2026 und das gesamte Jahr 2027 abgesagt.

Der walisische Dartsspieler Gerwyn Price hat alle geplanten Auftritte außerhalb der Professional Darts Corporation (PDC) für den Rest des Jahres 2026 und das gesamte Jahr 2027 abgesagt. Als Grund nannten seine Managementpartner zunächst persönliche Umstände. Inzwischen hat sich der frühere Weltmeister selbst zu Wort gemeldet und erklärt, warum er seinen Terminkalender deutlich reduzieren möchte.

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„Mir geht es absolut gut. Ich brauche nur etwas Zeit zu Hause und möchte nicht ständig unterwegs sein“, schrieb Price in einer Instagram-Story. Zugleich betonte er, dass er Darts sehr liebe und hoffe, dass dies so bleibe. Die Absagen bedeuten demnach keinen Rückzug des Weltmeisters von 2021 aus dem professionellen Dartsport.

Gerwyn Price will mehr Zeit für seine Familie

Price erklärte, dass er in den vergangenen Jahren immer wieder persönliche Opfer gebracht habe, um möglichst keinen Termin zu verpassen. Dabei habe er sowohl Showveranstaltungen als auch PDC-Turniere und Einladungsturniere berücksichtigt. Seine Einstellung dazu habe sich im Laufe dieses Jahres verändert.

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„Ich habe ein sehr ausgefülltes Leben innerhalb und außerhalb des Dartsports und muss Prioritäten setzen, was für mich und meine Familie das Beste ist“, erklärte der Waliser. Zeit sei das Wichtigste und lasse sich nicht zurückkaufen.

Zu seinen Verpflichtungen abseits des Sports gehören unter anderem ein Bauernhof in Südwales und ein Fischimbiss. Zudem wird Price Anfang 2027 erstmals Großvater.

Veranstalter bestätigen Absagen für 2026 und 2027

Die Managementunternehmen MODUS Sports Management und MDA Events hatten den Rückzug am 29. Oktober öffentlich gemacht. In ihrer Mitteilung erklärten sie, Price werde aus persönlichen Gründen bei keinen weiteren geplanten Veranstaltungen im restlichen Jahr 2026 auftreten. Auch 2027 werde er keine Termine außerhalb von PDC-Veranstaltungen wahrnehmen.

Die Veranstalter bezeichneten die Nachricht als enttäuschend für die Fans und zeigten Verständnis für den Ärger bereits registrierter Ticketinhaber. Zugleich betonten sie, die Entscheidung des Dartsprofis zu respektieren. Ersatzspieler seien bereits organisiert worden.

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Price entschuldigte sich für die kurzfristigen Absagen. Gleichzeitig bedankte er sich bei MODUS und MDA für deren Unterstützung und schloss eine spätere Zusammenarbeit nicht aus.

Rückzug folgt auf sportlich starkes Jahr

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Price sportlich zu den erfolgreichsten Spielern der Saison gehört. Der 41-Jährige erreichte 2026 mehrere große TV-Finals, darunter beim World Matchplay und beim World Grand Prix. Auch bei den World Series of Darts Finals stand er im Endspiel, musste sich dort jedoch Ross Smith geschlagen geben.

Im April gewann Price dagegen den European Darts Grand Prix in Sindelfingen. Mit diesem Erfolg baute er seine Bilanz auf zehn Titel auf der European Tour aus. Bei der Europameisterschaft in Dortmund erreichte er das Halbfinale. Dort unterlag er erneut Ross Smith, der sich später im Finale gegen den Deutschen Martin Schindler durchsetzte.

Price ist erster walisischer PDC-Weltmeister

Nach der Niederlage deutete Price bereits an, dass er sich wieder seinem Bauernhof widmen werde. In den sozialen Medien schrieb er, es gehe weiter und er werde am nächsten Tag wieder auf dem Hof arbeiten.

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Price gewann 2021 als erster Waliser die PDC-Weltmeisterschaft. Im Finale setzte sich „The Iceman“ mit 7:3 gegen Gary Anderson durch und übernahm anschließend die Spitze der Weltrangliste. Auch den Grand Slam of Darts gewann Price mehrfach, zuletzt 2021.

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